20.01.2020 - 11:22 Uhr
AmbergOberpfalz

Theatertage der bayerischen Gymnasien 2020 in Amberg

Gruppen aus dem ganzen Freistaat kommen jährlich zu den Theatertagen der bayerischen Gymnasien. Gastgeber diesmal ist das Gregor-Mendel-Gymnasium in Amberg. "Die Vorbereitung liegt komplett in Schülerhand", sagt Schulleiter Peter Welnhofer.

Oberbürgermeister Michael Cerny hält seinen Schirm über die 64. Theatertage der bayerischen Gymnasien am GMG in Amberg. Schulleiter Peter Welnhofer und die beiden Lehrerinnen Claudia Ried und Bettina Wagner freuen sich mit den Schülerinnen aus dem P-Seminar "Öffentlichkeitsarbeit", die extra ins Rathaus gekommen waren, um die Schirmherrschaft zu erbitten.
von Miriam Wittich Kontakt Profil

Theater bedeutet Spaß und Kreativität. Aber nicht nur. "Wer sich für Theater begeistern kann, lernt auch fürs Leben", sagt Oberbürgermeister Michael Cerny. Jeder Mensch profitiere davon, sich "hinstellen und etwas artikulieren" zu können. "Schultheater fördert auch soziale Kompetenzen, denn es geht nur gemeinsam. Zusammenarbeit ist hier enorm wichtig", weiß Peter Welnhofer, der Leiter des Gregor-Mendel-Gymnasiums (GMG). Deshalb freuen sich die beiden, dass im Sommer Schultheatergruppen aus ganz Bayern für vier Tage nach Amberg kommen.

Von 15. bis 18. Juli ist das GMG Gastgeber für die Theatertage der bayerischen Gymnasien, das älteste Schultheaterfestival in Deutschland. Seit 1957 findet es jährlich an wechselnden Orten statt, 2020 bereits zum 64. Mal. Junge Schauspieler sollen damit die Möglichkeit bekommen, ihre Produktionen einem großen Publikum vorzustellen und sich untereinander auszutauschen.

Die Theatertage werden von der Fördergemeinschaft für das Schultheater an den bayerischen Gymnasien veranstaltet. Um die Organisation kümmert sich die jeweils ausrichtende Schule vor Ort, in diesem Jahr also das Gregor-Mendel-Gymnasium. "Eine Ehre und Bürde zugleich", sagt Theaterlehrerin Claudia Ried. Als das GMG vom Fachverband Theater am Gymnasium gefragt wurde, habe sie zunächst abgewehrt, sich letztlich aber doch überzeugen lassen. Denn es ist 13 Jahre her, dass die Teilnehmer der Theatertage in der Oberpfalz auf der Bühne standen, 1979 zuletzt in Amberg. "Da konnten wir eigentlich gar nicht Nein sagen", erklärt Welnhofer. Überzeugt hätten zudem Gespräche mit ehemaligen Ausrichtern. Claudia Ried: "Alle haben erzählt, dass es ein tolles Gemeinschaftserlebnis für die Schule war."

In der Schule übernachten

Übernachten werden die Gäste, etwa neun Theatergruppen aus verschiedenen Schulen und Jahrgangsstufen mit ihren rund 50 Lehrern, im GMG. Sie müssen dort verpflegt und versorgt werden. Die Schule kümmert sich um Abendprogramm, Stadtführungen und Workshops. Und natürlich um Bühnenbild und Technik für die Aufführungen. Da wartet viel Arbeit. Vor allem auf die Schüler. Mehrere P-Seminare beschäftigen sich mit der Vorbereitung, so auch das Öffentlichkeitsarbeit-Team: Marie Kammerl, Emilia Krieg und Paulina Strebel. Die drei Schülerinnen waren gemeinsam mit ihrer Lehrerin Bettina Wagner, Claudia Ried und Peter Welnhofer im Rathaus.

Dort bedankten sie sich bei Oberbürgermeister Michael Cerny, der gemeinsam mit Schauspielerin Anna Maria Sturm die Schirmherrschaft übernimmt. "Wir können es trotz des Vorbereitungsstresses kaum erwarten", sagt Emilia Krieg und betont, dass sie sich über die finanzielle Unterstützung der Stadt freuen. "Es ist toll, dass wir das Stadttheater nutzen dürfen."

Ein Teil der Stücke wird dort aufgeführt, der andere in der Schule, erklärt Marie Kammerl. Je nach freien Kapazitäten könnten auch Außenstehende die Aufführungen besuchen. "Unsere Schüler werden alle mindestens eine Vorstellung sehen", sagt Ried. Regulärer Unterricht könne am Donnerstag und Freitag, 16. und 17. Juli, nicht stattfinden, da in den Klassenräumen die Theaterspieler untergebracht sein werden. "Wir werden zum Beispiel Wandertage organisieren." Das Motto für die Theatertage haben die Amberger selbst bestimmt: "Theater Flair and Summer Air".

Teilnehmer noch unklar

"Es ist spannend, dass so viele Schüler mit gleichen Interessen zusammenkommen werden", sagt Paulina Strebel. Positiv findet sie, dass es bei diesem Festival keinen Sieger gibt. "Es geht nicht um Konkurrenz." Welche Theatergruppen die Amberger willkommen heißen dürfen, erfahren sie erst im Mai. Dann bestimmt die Jury der Fördergemeinschaft die Teilnehmer.

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