"Unsere Kolleginnen und Kollegen haben sich, begleitet durch unser Team Digitale Lehre, sehr schnell angepasst und mit der Umstellung auf die digitale Lehre reagiert", schildert laut Pressemeldung die Präsidentin der Ostbayerischen Technischen Hochschule, Professor Andrea Klug, die aktuelle Situation. 93 Prozent aller Lehrveranstaltungen könnten deshalb auch in diesem Semester stattfinden, so dass, verbunden mit den Regelungen für einen "Freischuss", also die folgenlose Wiederholung einer vergeigten die Studierenden keine Nachteile in diesem vorwiegend digitalen Semester hätten. Klug fügt an, dass die meisten Kurse, nämlich 87 Prozent, bereits vor dem offiziellen Semesterstart am 20. April angeboten worden seien. Ein nicht unerheblicher Aspekt, da trotz Corona, natürlich der notwendige Stoffumfang vermittelt werden sollte, um den Studienfortschritt in nachfolgenden Semestern nicht zu beeinträchtigen.
Mit Moodle zum Erfolg
Genutzt wird das seit Jahren etablierte Lernmanagementsystem Moodle sowie ein großes Portfolio an digitalen Tools. So finden Vorlesungen in virtuellen Hörsälen statt und sogenannte Inverted Classrooms werden in Form von Online-Sprechstunden abgehalten. Selbst (Labor-)Praktika erfolgen - wenn möglich - online, beispielsweise in Form von Simulationen oder Demonstrationen. Darüber hinaus wurde auch ein Teil der Prüfungsleistungen in Art und/oder Dauer angepasst, zum Beispiel indem Studierende anstatt einer schriftlichen Prüfung Hausarbeiten verfassen.
"Freischuss" für Verbesserung
"Die Resonanz auf die virtuellen Angebote ist sowohl bei Studierenden als auch Lehrenden überaus positiv und besonders die rege Beteiligung an den Online-Veranstaltungen freut uns sehr," berichtet Andrea Klug. Auch über die digitale Lehre hinaus, habe die Hochschule Regelungen getroffen, um Studierende bestmöglich durch dieses Semester zu begleiten und mögliche Nachteile zu vermeiden.
Zum Beispiel durch die Ermöglichung eines Freischusses und einer Wiederholungsprüfung zur Notenverbesserung, wie es in der Mitteilung der OTH weiter heißt. Aktuell läuft an der OTH Amberg-Weiden die Bewerbungsphase für das Wintersemester, das am 1. Oktober beginnt. Interessierte können sich für insgesamt 42 Studiengänge - davon drei neue Bachelor- und ein neuer Masterstudiengang - bewerben. Die Hochschule bereitet sich derzeit auf alle denkbaren Szenarien für das Wintersemester vor. Studienanfängern wird versichert, dass sie ihr Studium regulär aufnehmen können und alle Veranstaltungen in hoher Qualität angeboten werden. Vorlesungen und praxisorientierten Formate werden weitgehend als Präsenzformat oder in Kombination von virtueller- und Präsenzlehre stattfinden.
Wobei bereits jetzt der Wunsch besteht, ausgewählte Online-Formate dauerhaft in die Lehrveranstaltungen zu integrieren. Das zeige: Die Coronapandemie stelle - trotz aller Widrigkeiten - auch einen großen Innovationsschub für die digitale und zukunftsweisende Lehre dar.













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