13.06.2019 - 11:39 Uhr
AmbergOberpfalz

Die Träumsuse - Paradies für Modeliebhaber und Stoffbegeisterte

Grau und langweilig gibt es bei ihr nicht, bei der Träumsuse ist alles bunt und fröhlich. Das Herz von Susen Leadbetter schlägt für farbenfrohe Stoffe – und alles, was man daraus nähen kann.

Bunt, bunt ... und noch einmal bunt. Susen Leadbetter liebt Farben - und das zeigt sie auch in ihrem Laden "Träumsuse" in Amberg.
von Autor EWAProfil

Bereits vor fünf Jahren gründete die Ambergerin ihre eigene Marke, unter der sie selbst entworfene und genähte Taschen und Accessoires im Netz verkaufte. Mit ihrem eigenen Laden mitten in der Amberger Altstadt hat sich die 36-Jährige nun einen Herzenswunsch erfüllt. „Das ist einfach mein Leben“, sagt Susen. Und ihr ganzes Gesicht unter dem rosa Pony strahlt, während sie in ihrem Laden ein Stück bunten Stoff von einer großen Rolle schneidet. „Mein kleines Glück auf 30 Quadratmetern.“ Dabei habe sie früher nie davon geträumt, selbstgenähte Taschen zu verkaufen, erzählt sie. Das habe sich einfach so entwickelt. Ganz so, wie es eben manchmal sein müsse im Leben. Das Glück geht manchmal ganz eigene Wege. So wie bei Susen, die früher einmal in einer Zahnarztpraxis gearbeitet hat. Dass ihr das Nähen Spaß macht, entdeckte sie erst, als ihr kleiner Sohn auf der Welt war. Eine Bekannte zeigte ihr, wie man kuschelige Patchworkdecken aus Stoffschnipseln herstellt. „Anfangs habe ich tatsächlich noch mit Nadel und Faden genäht“, erzählt die Wahl-Ambergerin und lacht. „Später habe ich mir dann meine erste Nähmaschine gekauft und mir alles selbst beigebracht.“

Ihre ersten selbstgenähten Taschen verkaufte Susen auf einem Kreativmarkt. „Die sind so gut angekommen, da habe ich Lunte gerochen. Denn was gibt es Schöneres, als etwas zu verkaufen, das man selbst gemacht hat?“ 2014 gründete sie dann ihre eigene Marke „Träumsuse“ und gestaltete eine Fanpage auf Facebook. Seitdem läuft das Geschäft. Alle ihre Taschen und Accessoires sind echte Unikate, auf Wunsch fertigt Susen auch individuelle Stücke aus den Lieblingsstoffen ihrer Kundinnen an. Zunächst arbeitete sie von zuhause aus, später in ihrem Atelier in der Altstadt. Schließlich erfüllte sie sich einen Herzenswunsch: einen eigenen Laden. Hier näht sie nicht nur selbst, sondern gibt auch Nähkurse – und verkauft alles, was ihre Kunden brauchen, wenn sie selbst kreativ werden möchten.

Blumen, Einhörner und Comicfiguren

Susens Laden in der Paradiesgasse ist wie sie selbst – bunt und fröhlich. Grau und langweilig überlässt sie nur zu gerne den anderen. Auf den Stoffrollen in den Regalen finden sich Blumen, Einhörner, Comicfiguren oder Vögel, die Schneiderpuppe in der Ecke trägt ein Ringelshirt und einen Rock mit lustigen Gesichtern, das Nähkästchen auf dem Tisch ist mit neugierigen Katzen bedruckt. „Heute habe ich was Neues, schauen Sie mal, das wird Ihnen gefallen …“ Wenn Susen mit ihren Kunden spricht, dann wirkt ihre Fröhlichkeit ansteckend. Es wird viel gelacht auf ihren 30 Quadratmetern Glück. Jeder, der einmal hier war, kommt meist gerne wieder. „Schön, dass es jetzt diesen Laden gibt“, sagt eine junge Frau mit roter Mütze begeistert, während sie nach einem besonderen Schnittmuster sucht. „Sowas hat hier einfach gefehlt.“

Stoffe, Accessoires, Geschenkideen - Susen Leadletters Geschäft lässt kaum Wünsche offen.

Autodidaktin mit Händchen für Mode

Bei Susen im Laden finden ihre Kunden nicht nur einzigartige Taschen und Accessoires, bunte Designerstoffe, Kordeln, Schrägbänder oder Bücher rund um das Nähen, sondern oftmals auch ein kleines Stückchen Glück. Ganz so, wie sie selbst es gefunden hat. „Nähen ist ein bisschen wie zaubern können“, sagt sie strahlend, während sie sich an ihre Nähmaschine im hinteren Teil des Ladens setzt. „Erst hat man nur ein Stückchen Stoff, dann wird ein schönes Täschchen daraus. Oder ein Shirt. Oder ein Rock. Eben genau das, das man haben möchte.“ Und schon wieder ertönt aus Richtung Tür ein Klingelton, ein älterer Herr betritt den Laden und schaut sich neugierig um, nickt dann anerkennend. „Sie sind wohl gelernte Handtaschenschneiderin?“, fragt er Susen – und diese muss wieder einmal lachen. „Nein, ich bin ein Autodidakt. So wie der kürzlich verstorbene Karl Lagerfeld, wissen Sie …“

Zu bunten Stoffen braucht man natürlich auch bunte Fäden.
Gelernt hat sie ihr Handwerk nicht. Ihr Können lbrachte sich Susen Leadletter selbst bei.
Ein echter Blickfang: Neben Taschen und bunter Kleidung bietet Susen Leadletter von "Träumsuse" auch kleine Geldbörsen und Kulturbeutel an.
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