10.08.2021 - 17:47 Uhr
AmbergOberpfalz

Trotz Corona lebt die Jugendarbeit in den Amberger Vereinen

Corona hat die Vereins- und Jugendarbeit monatelang eingeschränkt. Der Stadtjugendring wollte jetzt wissen, ob die Folgen so dramatisch waren, wie viele befürchtet haben.

Die KSJ Amberg hat bei der Eis-Aktion des Stadtjugendrings mitgemacht.
von Externer BeitragProfil

In den zurückliegenden Pandemie-Monaten mussten Jugendgruppen und Verbände neue Wege beschreiten, Videokonferenzen abhalten oder Bastelpakete an ihre Mitglieder verteilen: Darauf macht der Stadtjugendring (SJR) aufmerksam. Er stand den Amberger Jugendverbänden in dieser schwierigen Zeit mit Rat und Tat zur Seite, schreibt er in einer Pressemitteilung. "Die aktuellsten Regelungen der Infektionsschutzverordnungen stets zu kennen und auf die eigene Situation anzuwenden", wäre für die Übungs- und Gruppenleiter enorm zeitaufwändig gewesen. Hier halfen der SJR und seine Partner, die kommunale Jugendarbeit Amberg und Amberg-Sulzbach sowie der Kreisjugendring.

Seit Juni ist nun auch Jugendarbeit in den Vereinen wieder in Präsenz erlaubt. "Viele Stimmen mutmaßten, dass es zu einem Mitgliederschwund, gar zum Sterben einzelner Jugendgruppen kommen könnte, da junge Leute sich neu orientierten oder schlicht die Lust am Hobby verloren hätten", so die Erfahrung des SJR. Um diese These zu überprüfen und gegebenenfalls schnell Unterstützung leisten zu können, fragte der Vorstand direkt bei "seinen" Vereinen nach. Ergebnis der anonymen Mitgliederbefragung Anfang Juni: "Die Lage ist bei weitem nicht so dramatisch, wie sie teils prognostiziert wurde."

Gratis-Eis zum Neustart

Als Dankeschön für das Durchhalten während der Pandemie und als kleine Aufmerksamkeit zum „Neustart“ der Jugendarbeit legte der SJR seine beliebte Eis-Aktion neu auf: Jugendgruppen erhalten für ihre erste Gruppenstunde eine Runde Eis. Bereits in den ersten Tagen nach Beginn der Aktion wurden weit über 200 Erfrischungen verteilt – und die Anfragen sind nicht abgerissen. „Es ist toll, wieder lebendige Jugendarbeit in Amberg zu sehen, ganz ohne Computermonitor“, resümiert Vorsitzender Christoph Hollweck. In den Gesprächen mit den Gruppenleitern erhielt der SJR einen guten Einblick in den Zustand der Jugendarbeit und Hinweise, wo der Schuh drückt.

Die Vorsitzenden des SJR, Lisa Singer und Christoph Hollweck, ziehen mit Geschäftsführerin Marlen Mägerl ein positives Resümee: "Die Jugendarbeit in den Amberger Vereinen lebt." An manchen Stellen sei Mitgliederschwund zu verzeichnen, allerdings in einem verkraftbaren Rahmen. In den meisten Jugendgruppen seien wieder alle Mitglieder an Bord und genießen das soziale Miteinander. „Das ist der Verdienst der wahnsinnig engagierten Jugendleiter und Ausbilder. Es ist beeindruckend, wie viele kreative Angebote während der Lockdown-Zeit aus dem Boden schossen“, bewertet das SJR-Team die Situation.

Auch die Jugendlichen der DLRG haben sich über die Eis-Abkühlung nach einem langem und sehr heißen Übungstag gefreut.

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Floss

 

 

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