18.08.2019 - 23:37 Uhr
AmbergOberpfalz

Unwetter im Kreis Amberg-Sulzbach: Kirwazelt beschädigt

Den ganzen Sonntag über war schon für die Region vor Unwettern gewarnt worden, am Sonntagabend traf es dann den Landkreis: Ab 20.05 Uhr gingen die Notrufe ein, wurden die Feuerwehren alarmiert.

von Kristina Sandig Kontakt Profil

Schwerpunktmäßig wüteten Gewitter und heftiger Regen laut Kreisbrandrat Fredi Weiß im Bereich Hohenkemnath (Gemeinde Ursensollen), im Bereich von Freudenberg (dort waren insbesondere Etsdorf, Hiltersdorf und Bühl betroffen) sowie in Kümmersbruck, Köfering und Ebermannsdorf.

In Hohenkemnath traf es vor allem Dächer und Kamine sowie eine Freileitung in Richtung Garsdorf, weshalb im Ort der Strom für eine halbe Stunde weg war. Wie Fredi Weiß gegen 21.30 Uhr berichtete, war die E.ON vor Ort, um eine Umleitung zu schalten, damit die betroffenen Haushalte wieder Strom hatten. Die Feuerwehrleute machten sich daran, die vom Unwetter betroffenen Dächer (allesamt Privathäuser und keine öffentlichen Gebäude) wieder zuzumachen - bevor der befürchtete nächste Regen kam. Dazu war auch die kleine Drehleiter der Amberger Feuerwehr angefordert worden.

In Freudenberg war für mehrere Stunden der Strom weg. Ab circa 20.15 Uhr lag die Gemeinde im Dunkeln. Auch das Handy-Netz ging nur sporadisch. Eine Open-Air-Veranstaltung mit 300 Gästen in der Molzmühle musste bereits nach einer Stunde abgebrochen werden. Offenbar war die Stromleitung bei Buchenöd in einen Weiher gefallen. Hier wütete eine Windhose und schlug eine Schneise in den Wald. Zahlreiche Bäume stürzten um.

Das Unwetter bekam auch die Kirchweih in Etsdorf zu spüren: Der Sturm drohte das Festzelt aus den Angeln zu heben. Laut Bürgermeister Alwin Märkl hob der Wind das Zelt an und drehte es leicht. Das Bierzelt wurde geräumt und noch in der Nacht auf Montag teilweise abgebaut. Der Festplatz wurde abgesperrt.

Auch in Köfering traf es Hausdächer, drei in einem Neubaugebiet so schwer, dass ein Drittel ihrer Dachflächen abgedeckt wurde. Wie Fredi Weiß berichtete, kamen Baufirmen und Spengler, um die Schäden provisorisch zu beheben beziehungsweise Schlimmeres zu verhindern. Zwischen Köfering und Amberg stürzte ein Baum auf die Straße. Ebenso hatte der Bereich des Dorfplatzes in Kümmersbruck das Sturmtief mit heftigen Regenfällen zu spüren bekommen, auch dort waren die Feuerwehren durch umgeknickte Bäume und überschwemmte Straßen gefordert. Im Bereich der Gemeinde Freudenberg fiel ein Baum auf einen Sprinter - gottlob saß niemand im Fahrzeug.

Ein weiterer Unwetter-Schwerpunkt war in Ebermannsdorf. Dort waren die Einsatzkräfte zu beschädigten Hausdächern, umgestürzten Bäumen und überschwemmten Straßen ausgerückt. Das Unwetter, das nach einem Hochsommertag - abends hatte es immerhin noch 29 Grad - hinweg fegte, war kurz, aber heftig. "Das waren gerade mal fünf Minuten auf einer engen Schneise", so Kreisbrandrat Fredi Weiß.

Schwerpunkte des Unwetters

In Burgtreswitz stürzte ein Kirchenkreuz beim Unwetter ab

Weiden in der Oberpfalz

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