15.10.2021 - 15:42 Uhr
AmbergOberpfalz

In Ursensollen gibt es jetzt "Schulhühner"

Die Grund- und Mittelschule Ursensollen (Landkreis Amberg-Sulzbach) ist nicht auf den Hund, sondern auf das Huhn gekommen. In einer Großvolière im Pausenhof sind seit kurzem drei Hühner untergebracht.

Magdalena Neidl hatte die Idee des Schulhühnerprojekts, das sie nun Bürgermeister Albert Geitner, Landrat Richard Reisinger, Nicole Graf und Regionalmanagerin Katharina Schenk (hinten von links) vorstellte. Hinten von rechts: Konrektorin Sigrid Kerschl, Klassenleiterin Sabine Süß und Schulleiter Peter Großmann.
von Christine HolledererProfil

In der Grund- und Mittelschule Ursensollen sind vor wenigen Wochen die Hühner Uschi, Lotte und Berta in ein großzügiges Gehege im Pausenhof eingezogen. Seither kümmern sich die Schüler der Klasse 3b mit deren Leiterin Sabine Süß jeden Tag um die Tiere, wie es in einer Pressemitteilung des Landratsamtes heißt. Die Idee dazu stammt von Magdalena Neidl, die sich für ihre Zulassungsarbeit für das erste Staatsexamen mit dem Thema „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ auseinandersetzte. Der Gedanke: Die Hühner sollen bestmöglich in den Schulalltag integriert werden und den Kindern nicht nur Selbstständigkeit vermitteln, sondern auch ihre Nachhaltigkeitsbildung stärken. Landrat Richard Reisinger und Bürgermeister Albert Geitner besuchten die Grund- und Mittelschule Ursensollen zur Halbzeit des Projekts, um sich über die Umsetzung zu informieren.

Geld vom Landkreis

Bei Schulleiter Peter Großmann und Konrektorin Sigrid Kerschl rannte die Lehramtsstudentin aus Ursensollen offene Türen ein. Und sie fand weitere Mitstreiter. Der Landkreis Amberg-Sulzbach unterstützt das Projekt in seiner Leitbild-Strategie „Deine Zukunft 2030. Amberg-Sulzbach.“ Rund 80 Prozent der Kosten, zum Beispiel für den Käfig und den kleinen Hühnerstall mitten in der Voliere, übernimmt der Landkreis, berichtete die Regionalmanagerin des Landkreises Amberg-Sulzbach, Katharina Schenk, die für die Umsetzung der Leitbild-Strategie verantwortlich ist. „Das sind knapp 930 Euro.“ Die restlichen Kosten, unter anderem für das Futter der Tiere, werden von der Gemeinde Ursensollen bezuschusst.

"Schulhühner" im Unterricht

Die „Schulhühner“ sind seit kurzem Teil des Heimat- und Sachkundeunterrichts. Dort lernen die Drittklässler alles über Hühner, und das eben nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis. Liebevoll umsorgen die Schüler ihre drei Hühner, geben ihnen frisches Wasser, Grün- und Körnerfutter, sammeln die gelegten Eier ein und halten den Käfig sauber. Das sind die täglichen Aufgaben für die Kinder. Auch am Wochenende. „Die Bereitschaft ist groß, alle kümmern sich um die Hühner. Auch am Wochenende finden sich immer genug Freiwillige“, lobt Magdalena Neidl den Einsatz der Drittklässler. Einer von ihnen ist Xaver. Er darf heute nachsehen, ob Uschi, Lotte und Berta Eier gelegt haben. Ein kurzer Blick in den Hühnerstall, dann ruft er die gute Nachricht freudig seinen Mitschülern zu: „Zwei Eier“. Das Projekt „Schulhühner“ läuft noch ein paar Wochen. Danach kümmert sich voraussichtlich Magdalena Neidl zu Hause um die drei Hühner.

Unterricht ohne Maske im Landkreis Amberg-Sulzbach

Amberg
Hintergrund:

Landkreis Amberg-Sulzbach fördert Nachhaltigkeit

  • Der Nachhaltigkeitsrat des Landkreises Amberg-Sulzbach hat im April dieses Jahres einstimmig für die Umsetzung des Projekts „Schulhühner“ gestimmt und Fördergelder zugesagt.
  • Im Rahmen der Leitbild-Strategie „Deine Zukunft 2030. Amberg-Sulzbach.“ fördert der Landkreis Amberg-Sulzbach diverse Nachhaltigkeitsinitiativen mit 50.000 Euro jährlich. Ein Teil der Summe fließt in die Unterstützung nachhaltiger Projektideen ein.
  • Antragsberechtigt für eine Förderung sind Kommunen, Vereine und Verbände im Landkreis, die jedes Jahr bis 31. März beziehungsweise 31. August Bewerbungen schicken können.
  • Regionalmanagerin Katharina Schenk stellt die Themen dem Nachhaltigkeitsrat vor, der dann darüber abstimmt, welche Projekte finanziell unterstützt werden.
  • Bis zu 1000 Euro beziehungsweise bis zu 80 Prozent der veranschlagten förderfähigen Projektkosten können bezuschusst werden.

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.