14.01.2020 - 17:04 Uhr
AmbergOberpfalz

Vase mit besonderer Note

Gewöhnlich steht die Blumenvase ja auf dem Tisch und es befindet sich ein Strauß bunter Blüten darin. Muss sie aber gar nicht. Wir zeigen, wie man ganz leicht eine hängende Variante herstellen kann.

Auch wenn's noch nicht so aussieht: Das hier wird einmal eine Blumenvase mit effektvoller Verkleidung. Und es geht sogar noch ganz schnell, bis alles fertig ist.
von Michaela Süß Kontakt Profil

OWZ-Bastelexpertin Gerlinde Besl aus Amberg kann gar nicht mehr so recht sagen, wo sie diese Idee nun wieder aufgeschnappt hat. Irgendwo im Fernsehen oder auf Youtube gesehen vermutet sie. Jedenfalls hat sie die kleinen, hängenden Blumenvasen mit den schier unendlichen Deko-Variationsmöglichkeiten gleich mal ausprobiert. Und siehe da: Es entstanden elegante Varianten aus angegilbtem Notenpapier mit Erika-Sträußen darin oder auch bunte Versionen für einen kleinen Hauch Frühling mitten im Winter.

„Schon allein bei der Papier-Auswahl und dann auch später bei der Gestaltung sind uns überhaupt keine Grenzen gesetzt“, erzählt die Bastelexperin begeistert. „Da kann man einfach kreativ sein. Vielleicht ein ‚Alles Gute zum Geburtstag‘ auf das Papier schreiben, wenn man die kleinen Vasen mit einer Blume drin verschenken will. Oder außen noch kleine Zierborten ankleben.“

Wir zeigen an dieser Stelle einfach, wie man aus wenigen Materialstücken, die eigentlich jeder zu Hause haben dürfte, die Grundform der kleinen Vasen herstellt. Und bei der Deko vertrauen wir dann ganz auf die Fantasie unserer Leser. Man könnte zum Beispiel Seidenblumen, Kräuter, kleine Trockenblumen-Sträußchen oder auch gerne frische Blumen nehmen. Für letztere Variante muss zum Schluss natürlich noch etwas Wasser in die kleine Vase gefüllt werden. Und wie wäre es zum Valentinstag mit einer roten Rose oder einer kleinen Orchidee?

Schon kann‘s losgehen. Weil sie relativ schnell umzusetzen ist, eignet sich die folgende Anleitung übrigens auch gut für eine Bastelstunde mit Kindern.

Das brauchen Sie::

Die Materialliste

Papier (etwas stärker) – zum Beispiel alte Noten- oder Kalenderblätter, Bastelpapier oder Motivpapier

Basteldraht (4 Millimeter oder stärker)

Reagenzgläser (aus dem Bastelbedarf; Vanilleschoten-Verpackungen funktionieren auch)

Klebstoff oder besser: doppelseitiges Klebeband

Schere

Locher oder Lochzange

Lochverstärker (nach Bedarf; vorzugsweise durchsichtig)

Deko-Material ganz nach Wunsch

Und so wird‘s gemacht:

Schritt 1:

Das Papier nehmen und eine Ecke erst einmal probeweise vorsichtig nach innen rollen, so dass eine kleine Tüte entsteht. An der übrig bleibenden Kannte eine Strecke abmessen, die etwa fünf Zentimeter länger ist als das Reagenzglas.

Das Papier wird erst einmal vorsichtig zu einer kleinen Tüte gerollt.

Schritt 2:

Das Papier wieder entrollen und an der letzten Kante das doppelseitige Klebeband anbringen. Das funktioniert übrigens deutlich bequemer als die Variante mit Klebstoff - alles bleibt trocken und die Finger sauber.

Das doppelseitige Klebeband (hier rot) etwas länger lassen als das Reagenzglas.

Schritt 3:

Nun die Folie vom doppelseitigen Klebeband abziehen und anschließend das Papier wieder ordentlich zu einer Tüte rollen. Anfänger oder wenig geübte Bastler sollten hierbei aufpassen, dass das Papier nicht einreißt und dass vor allem auch die Spitze unten schön geschlossen bleibt.

Schritt 4:

Anschließend das Reagenzglas in die zugeklebte Papiertüte fallen lassen. Der obere Rand wird dabei meistens ein reichliches Stück überstehen.

Was beim Papier zu lang ist, wird einfach gerade abgeschnitten.

Schritt 5:

Nun das Papier so zuschneiden, dass über dem Rand des Glases nur noch 2-3 cm übrig sind. Danach das Glas wieder vorsichtig entnehmen und beiseite legen.

Schritt 6:

Jetzt die Papier-Deko vorsichtig oben etwas zusammendrücken und mit dem Locher (ersatzweise der Lochzange) oben in die Mitte ein Loch machen. So entstehen mit nur einmal Drücken die beiden Löcher, in denen die seitliche Aufhängung befestigt wird.

Schritt 7:

Die Lochverstärker werden nun innen und außen an den Löchern fixiert. „Das muss aber nicht unbedingt sein“, erklärt Gerlinde Besl. Je nachdem, wie schwer die Blumen oder Deko-Stücke sind, die später in die Vase kommen sollen, kann man diesen Schritt auch weglassen. „Aber sicher ist halt sicher.“

Wie lang soll denn der Aufhänger werden? Einfach probieren und etwas mehr Draht als gewünscht abschneiden.

Schritt 8:

Nun geht‘s an die Halterung. Dafür einen beliebigen Basteldraht (den gibt es in Gold, Silber oder auch farbig) mit mindestens vier Millimeter Stärke nehmen und etwas mehr als die Länge abschneiden, die später der Henkel für die Aufhängung der Vase haben soll. Zum Kappen des Drahtes eignet sich entweder eine kleine Zange oder eine alte Schere.

Schritt 9:

Die Enden des Drahtes nun so zurechtbiegen, dass ein kleiner Henkel entsteht. Dieser wird nun von außen in die Löcher an der Papiertüte eingehängt. Die Enden des Drahtes danach etwas zusammendrücken, damit nichts ins Rutschen geraten kann.

Die kleinen Blumenvasen sind ein reizvoller Blickfang - zum Beispiel mit Erika gefüllt und an einer Trocken-Deko befestigt.

Schritt 10:

Zum Schluss das Reagenzglas wieder in die Tüte stecken und mit der gewünschten Deko befüllen. Manchmal kann es Sinn machen, schon vorher die Materialien im Glas zu platzieren – einfach mal probieren.

Jetzt kann die kleine Blumenvase eigentlich auch schon aufgehängt werden. Zum Beispiel am Fenster, an einem Strauch mit frischem Grün (wäre das nicht was für Ostern?) oder auch mittels eines kleinen Reißnagels an der Türe.

Je nach Jahreszeit können die kleinen Vasen mit getrockneten Materialien oder auch frischen Blumen befüllt werden. In letzterem Fall nur das Wasser im Reagenzglas nicht vergessen!

All das hat keine 20 Minuten gedauert – und das Zusammensammeln aller benötigten Materialien war in der Tat kein kleiner Teil davon. Also bietet es sich natürlich an, gleich mehrere der kleinen Vasen zu gestalten und damit die unterschiedlichsten Deko-Ideen umzusetzen. Wie wäre es zum Beispiel mit einer ganzen Reihe Vasen samt unterschiedlich langen Aufhängern an einem rustikalen Ast? Der könnte dann über dem Ess- oder Couchtisch einen Platz finden.

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