Amberg
29.03.2023 - 15:14 Uhr

Verein "Schädel-Hirnpatienten in Not" zieht Bilanz

Für Armin Nentwig sind das „Pioniere der Neurorehabilitation“, die es verdient haben, geehrt zu werden. Rechts im Bild Armin Nentwig, der Bundesvorsitzende des Verbands „Schädel-Hirnpatienten in Not e.V. Bild: gf
Für Armin Nentwig sind das „Pioniere der Neurorehabilitation“, die es verdient haben, geehrt zu werden. Rechts im Bild Armin Nentwig, der Bundesvorsitzende des Verbands „Schädel-Hirnpatienten in Not e.V.

Armin Nentwig, der Bundesvorsitzende des Vereins "Schädel-Hirnpatienten in Not e.V." (Deutsche Wachkomagesellschaft), konnte viele Mitglieder im König-Rupprecht-Saal begrüßen.

In seinem Rechenschaftsbericht wies Nentwig auf die Veranstaltungen seines Verbands in allen Bundesländern hin. Kein Verständnis hatte der Bundesvorsitzende für die Haltung der Klinik der Stadt Karlsruhe, die einem Wachkomapatienten das Recht auf Leben und Reha verweigerte, sogar die Krankenkasse schriftlich aufforderte, die Kostenübernahme einzustellen, da man keine Überlebenschancen sehe. Er, so Nentwig, habe der Familien geraten, staatsanwaltliche Ermittlungen anzustoßen.

Seit dem Frühjahr 2022 gebe es in der nördlichen Oberpfalz für Betroffene Beratungs- und Außensprechstunden. Regelmäßig organisiere der Verband Fortbildungen für Reha-Ärzte, nehme auch selbst an bundesweiten Selbsthilfe- und Informationstagen teil. Das Treffen der Wiedererwachten habe im Oktober in Wolfringmühle, Gemeinde Fensterbach, stattgefunden. Für Versammlungsleiter Franz Kick war klar, ohne Nentwig gäbe es diesen Verband nicht.

Im Kassenbericht lieferte Rudolf Friedrich einen ausgeglichenen Haushalt in Höhe von fast 300 000 Euro ab, bei dem allerdings ein Jahresdefizit von rund 20 000 Euro mit Entnahmen aus den Rücklagen ausgeglichen werden musste. Friedrich bedauerte zudem, dass der Verband mit immer weniger Spenden bedacht werde, aber die regelmäßigen jährlichen Ausgaben ständig steigen.

Nentwig ehrte langjährige "Pioniere" der Neurorehabilitation. Bei dieser Gelegenheit geehrt wurden Claudia Engfer, Herbert Franese, Ralf Hüttl, Christl und Bernd Friedrich, Rudolf Friedrich, Karola Spreer, Thorsten Erler, Jörg Hohensinner, Markus Ebke, Helmut Rau, Carola Paa, Anne-Regine Maßen, Richard Megele und Regine Straß.

 
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