05.12.2019 - 17:04 Uhr
AmbergOberpfalz

Verkehr ist nicht das eigentliche Problem beim Zinkl-Areal

Die Entscheidung war nur noch Formalie. Denn an sich hatte sich der Stadtrat bereits für die Varianten ausgesprochen, die für die Ertüchtigung der Pflegerkreuzung und der Kreuzung an der Fuggerstraße in die engere Wahl kommen sollen.

Die Pflegerkreuzung stößt nach Aussage der Verkehrsplaner schon bald an ihre Belastungsgrenze. Doch Chicago ist Geschichte, der Ausbau wird wohl deutlich schlichter ausfallen.
von Andreas Ascherl Kontakt Profil

Die Entscheidung war nur noch Formalie. Denn an sich hatte sich der Stadtrat bereits für die Varianten ausgesprochen, die für die Ertüchtigung der Pflegerkreuzung und der Kreuzung an der Fuggerstraße in die engere Wahl kommen sollen. Der Bauausschuss musste am Mittwoch trotzdem noch einmal eine entsprechende Empfehlung an den Stadtrat aussprechen, damit das Staatliche Bauamt auch ganz offiziell eine umfangreiche und vor allem sehr aufwendige Simulation starten kann.

Es geht darum, rund um das ehemalige Zinkl-Areal am Ortsausgang in Richtung Nürnberg, eine Optimierung des Verkehrs zu erreichen, um den dort drohenden Kollaps zu vermeiden. Der könnte auftreten, wenn es in diesem Bereich zur Ansiedelung weiterer Verkehrs-Quellen kommen würde. Beispielsweise durch die geplante Erweiterung des Gewerbegebiets an der Fuggerstraße oder eben einer verkehrsintensiven Gewerbeansiedlung auf dem ehemaligen Zinkl-Areal.

Wenn es um dieses Thema geht, kann sich besonders Dieter Amann (SPD) ereifern. Schon mehrfach hat er sich darüber mokiert, dass dort "nichts vorangehe". Am Mittwoch startete er im Bauausschuss einen weiteren Vorstoß. "Es wäre gut, wenn es jetzt schnell über die Bühne geht", sagte er. "Ein Investor will dort 40 Millionen Euro investieren und kommt nicht voran." Diesen Vorwurf wollte Oberbürgermeister Michael Cerny nicht stehen lassen. "Das stimmt nicht", sagte er. "Es liegt nicht an der Verkehrsplanung, sondern am innenstadtrelevanten Sortiment."

Der Investor - es handelt sich hier übrigens um den Norma-Konzern - habe eine Planung vorgelegt, die eben auch innenstadtrelevantes Sortiment enthalte. Im Klartext: Es soll hier ein weiterer Drogeriemarkt angesiedelt werden. "Der Stadtrat hat ganz eindeutig gesagt, dass er hier keine Ausnahme machen will", erinnerte Cerny Amann an die entsprechende Diskussion. Aber jedes Mal lege der Investor die gleiche Planung vor. Vielleicht könne er da beruhigen, beschwichtigte Baureferent Markus Kühne. Nächste Woche komme der Projektleiter mit neuer Planung bei ihm vorbei.

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