03.04.2019 - 13:49 Uhr
AmbergOberpfalz

Verlassenes Auto in Werkstatt gebracht

Es gibt Neuigkeiten zum verlassenen Auto vom Meyernberg in Bayreuth. Der schwarze Alfa Romeo ist spätestens seit vergangenen Montag nach über eineinhalb Jahren Standzeit verschwunden.

Der schwarze Alfa Romeo vom Meyernberg in Bayreuth ist von seinem Standplatz verschwunden. Laut dem früheren Nutzer des Fahrzeugs mit einstmals Amberg-Sulzbacher Zulassung habe er veranlasst, dass der Sportwagen in eine Werkstatt gebracht wurde.
von Erich Lobenhofer Kontakt Profil

Wie berichtet hatte das Onlineportal Bayreuther Tagblatt die Angelegenheit publik gemacht. Am Mittwoch ließ dessen Redaktionsleiter Thorsten Gütling gegenüber Oberpfalz-Medien (OM) telefonisch wissen, dass das im Oktober 2017 entstempelte Fahrzeug bei einer intensiveren Nachschau auch nicht in einen der umliegenden Straßen zu entdecken war.

"Der Sportwagen, den niemand will" - Bericht vom 28. März

Weiter Rätselraten um schwarzen Alfa - Bericht vom 29. März

Insoweit stimmt dieser Sachverhalt mit den Aussagen des einstmals langjährigen Benutzers des Italo-Flitzers. Er hatte sich am Montag bereits bei der Redaktion von Oberpfalz-Medien gemeldet und Zweifel an einigen Passagen in den beiden OM-Artikeln vorgebracht. Andererseits verwickelte er sich während des Telefonats immer mehr in Widersprüche, ehe das Gespräch laut seiner Darlegung wegen eines leeren Akkus an seinem Handy endete. Kern seiner Schilderung war, dass er sagte, er könne sich zu keinen Details hinsichtlich des Alfas äußern.

Er selbst sei nicht der Halter des Autos. Der augenblickliche Besitzer sei derzeit wegen einer Erkrankung gesundheitlich stark eingeschränkt. Um diesen vor Unwägbarkeiten und Unannehmlichkeiten zu schützen, wollte der Anrufer keine Einzelheiten nennen, die zur Plausibilität hätten beitragen können. Um die öffentliche Diskussion zu einem Ende zu bringen, habe er veranlasst, dass das Auto abtransportiert wird. Er habe es zu jener Werkstatt schaffen lassen, die sich in der Vergangenheit stets um den Service des Alfa Romeo gekümmert habe.

Wie sich der Abschleppauftrag damit vereinbaren lasse, dass er selbst angeblich über keinerlei Papiere für den Wagen besitze, darauf blieb der Anrufer die Antwort schuldig. Er wisse nicht mehr, ob er einst als Halter des Fahrzeugs eingetragen war oder nicht. Jedenfalls habe er nach seinem Umzug aus dem Kreis Amberg-Sulzbach nach Bayreuth das Fahrzeug jener nun von ihm zu schützenden Person überlassen, weil er an seinem neuen Wohnort kein Auto benötige.

Anm. d. Red.: Weil es noch mehr nicht wirklich nachvollziehbare Einlassungen des Mannes gab, belässt es die Redaktion bei dieser nun vorliegenden Veröffentlichung und stellt keine weitere Nachforschungen mehr dazu an.

Einen ähnlichen Fall gab es im Sommer 2018 in Amberg

Amberg
Info:

Nachgefragt

Im Juni 2018 machte ein anderes Auto ähnliche Schlagzeilen: Damals ließ die Stadt Amberg einen BWM entsorgen, der etwa zwei Monate lang neben der Synagoge in der Altstadt abgestellt war. Die Kennzeichen waren abmontiert. Der Wagen wurde abgeschleppt und drei Monate lang im Betriebshof deponiert, teilt die Pressesprecherin der Stadt, Susanne Schwab, mit. „In der Zwischenzeit wurde versucht, den Halter zu ermitteln, was aber nicht gelungen ist. Nach drei Monaten wurde das Auto von der Firma Wittmann verschrottet. Für die Stadt Amberg war die Aktion kostenneutral.“ Die Halterin des Wagens meldete sich laut Schwab erst sehr viel später bei der Stadt Amberg. Es handelte sich um eine Amerikanerin, die sich über einen längeren Zeitraum in den USA aufhielt. „Sie war mit dem Vorgehen einverstanden.“

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