Im Januar dieses Jahres hatten Paula Haberberger und ihre Mutter Margit eine Idee. Sie hatten mitten im Lockdown Zeit und wollten in ihrem Haus im Wagrain-Viertel mal wieder so richtig ausmisten. Von vielen Sachen wollten sie sich trennen, weil sie sie nicht mehr benötigten. Wegwerfen kam aber auch irgendwie nicht infrage. So entstand die Idee, einen Verschenkeschrank zu bauen, was Familienoberhaupt Bernhard auch tat. In dem Schrank, der den Namen "Frieda" bekam, platzierten die Haberbergers alles, was sie nicht mehr benötigten, und stießen auf enormes Interesse. Die Idee, dass sich jeder kostenlos nehmen darf, was er möchte, kam gut an.
Anderen eine Freude machen
Alle sechs bis acht Wochen wechselte "Frieda" ihren Standort und schaffte es zuletzt sogar bis nach Schnaittenbach und Sulzbach-Rosenberg. Überall galt dieselbe Regel: Jeder darf sich bedienen, keiner darf aber etwas reinlegen. "Die Leute halten sich da auch dran", sagte Margit Haberberger am Freitagvormittag, als sie den Verschenkeschrank an Marianne Bachmann übergab. Die Frau wohnt an der Eglseer Straße 51 oberhalb vom Kindergarten Christkönig und freut sich schon darauf, mit den von ihr und ihrer Familie ausrangierten Gegenständen anderen Menschen eine Freude zu machen.
Aktuell sechs Interessenten
Die Schwiegertöchter Melanie und Tanja waren auf "Frieda" aufmerksam geworden und hatten sich bei Margit Haberberger per E-Mail darum beworben, den Schrank auch bei sich aufstellen zu dürfen. Wenn die Baumanns nichts mehr haben, was sie verschenken wollen, zieht "Frieda" wieder weiter. Wohin, das kann Margit Haberberger jetzt noch nicht sagen. Auf ihrer Liste stehen aktuell sechs Interessenten, die den Schrank bei sich aufstellen möchten. Wer das auch will, kann sich bei Margit Haberberger melden. Eine E-Mail an die Adresse Freudichfrieda[at]gmail[dot]com genügt.
"Die Leute halten sich da auch dran."

















Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.