15.01.2021 - 13:04 Uhr
AmbergOberpfalz

Virtueller Neujahrsempfang der CSU Amberg-Sulzbach

Es war eine Premiere für die CSU Amberg-Sulzbach. Zum Neujahrsempfang traf man sich nicht am Wirtshaustisch, sondern virtuell im Netz bei einer Live-Schalte.

Erstmals lud die CSU Amberg-Sulzbach in digitaler Form zum Neujahrsempfang ein. CSU-Generalsekretär Markus Blume war als Gastredner mit zugeschaltet.
von Andreas Brückmann (brü)Profil

Erstmals wurden bei der CSU Amberg-Sulzbach beim Neujahrsempfang keine Hände geschüttelt, keine Themen im persönlichen Gespräch diskutiert und kein vernehmbarer Applaus gespendet. Dafür aber gab es virtuellen Applaus auf dem Bildschirm mithilfe von Klatsch-Emojis. Und reges Interesse.

Eingeladen zum virtuellen Treffen in einer Videokonferenz hatten Kreisvorsitzender Harald Schwartz sowie sein Stellvertreter Patrick Fröhlich, die mit dem Generalsekretär der CSU, Markus Blume, einen hochrangigen Gastredner mit zugeschaltet hatten.

Neben ihm waren zwischenzeitlich laut Chatübersicht bis zu 69 Teilnehmer, darunter auch Landrat Richard Reisinger sowie zahlreiche Bürgermeister des Landkreises, online. Und zwar in der Videokonferenz, zu der man sich nur mit persönlicher Einladung anmelden konnte. Für die breite Öffentlichkeit bestand dazu auch die Möglichkeit, den Neujahrsempfang nachzuverfolgen. Ebenfalls als Premiere wurde dieser per Livestream auf der Facebookseite der Amberg-Sulzbacher CSU online für jedermann zugänglich zeitgleich ausgestrahlt.

Schwartz zog zunächst eine Bilanz über das vergangene Jahr. „Was mir gar nicht mehr so bewusst ist, dass das Jahr 2020 ganz anders begonnen hat, als wir es in Erinnerung behalten werden, und zwar ganz normal. Am 15. März, also vor zehn Monaten, haben wir die Kommunalwahl noch unter ganz normalen Umständen durchgezogen. 14 Tage später, bei den Stichwahlen, da war schon alles nicht mehr so ganz normal“, so Schwartz.

Ausblickend meinte er: „Corona verlangt uns allen viel ab. Es gibt viele, die existenziell und ökonomisch stark betroffen sind, Menschen, die erkrankt sind oder jemanden aus ihrem Umfeld durch die Krankheit verloren haben. Wir wissen um die schwierige Lage, aber wir bitten alle um ein bisschen mehr Vertrauen auf die, die aktuell Entscheidungen treffen. Ein Grundvertrauen ist angebracht – wir werden diese Bewährungsprobe bestehen“, so Schwartz zusammenfassend.

Politisch verwies der Landtagsabgeordnete abschließend noch auf die tagesaktuell veröffentlichten Umfragewerte des Bayerntrends. Dort habe die CSU in Bayern drei Prozent dazugewonnen und kommt derzeit auf insgesamt 48 Prozent der Wählerstimmen. „Dies freut uns sehr. Genauso wie ich jetzt noch etwas Erfreuliches verkünden kann. Ab heute ist bekannt, dass Hermann Böhm unser Bürgermeisterkandidat für Poppenricht ist.“

Erfreuliche Worte für die Amberg-Sulzbacher CSU hatte auch Markus Blume mitgebracht: „Lieber Harald Schwartz, ich danke dir für den Mut, diese Veranstaltung so umzusetzen. Ja, es ist heute wieder einmal eine Premiere. Es ist nicht nur mein erster Neujahrsempfang in diesem Jahr, sondern es ist überhaupt in der 75-jährigen CSU-Geschichte, würde ich fast behaupten, der erste virtuelle Neujahrsempfang überhaupt.“

Dass sich der Kreisverband dieser Herausforderung stelle, zeuge von der "Tollkühnheit des Vorsitzenden", so der Generalsekretär. Wobei er in seinen weiteren Ausführungen auch die Pandemie und deren Auswirkungen umfassend erläuterte: „Eigentlich ist für mich das Wort dieser Krise. Eigentlich hatten wir alle andere Pläne. Eigentlich haben wir uns 2020 anders vorgestellt. Eigentlich würde ich mich bei so einer Veranstaltung erst einmal länger in Bewegung setzten, um zu euch zu kommen. Und eigentlich hätte ich mich auf gute Gespräche an den Tischen gefreut. Jetzt ist alles anders“, so Blume.

Abschließend gab er mit: „Das sind aber die kleinsten Probleme. Dass, was wir in den vergangenen zehn Monaten erlebt haben, ist der größte Einschnitt in der Geschichte seit Ende des Zweiten Weltkriegs. Meine Botschaft, die ich heute zu diesem Neujahrsempfang mitgebracht habe, lautet: Es kommt auf uns an, welchen Beitrag wir dazu selbst leisten, um möglichst schnell durch diese Krise zu kommen. Ich bin zuversichtlich, dass wir alle zusammen, alle gemeinsam es schaffen werden, die Dinge zum Guten zu wenden.“

CSU-Neujahrsempfang mit Ilse Aigner

Hahnbach

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