08.07.2021 - 10:08 Uhr
AmbergOberpfalz

Volksbank-Raiffeisenbank Amberg: Dividende, Neubau und Regio-Markt

Corona sorgte dafür, dass die Volksbank-Raiffeisenbank Amberg die Feier zu ihrem 150. Geburtstag ausfallen lassen musste. Die Bilanz für das vergangene Jahr dagegen fällt positiv aus. Die Mitglieder können sich über eine Dividende freuen.

Hier an der Regensburger Straße entsteht die neue Filiale der Volksbank-Raiffeisenbank. Spatenstich war im Oktober vergangenen Jahres.
von Gerd SpiesProfil

Viele Zahlen wurden den 77 anwesenden Vertretern bei der Jahresversammlung der Volksbank-Raiffeisenbank Amberg von Vorstandsmitglied Andreas Reindl in seinem Geschäftsbericht vorgelegt. Alle belegten ein und dasselbe Ergebnis: Die VR-Bank ist 2020 gut durch die Corona-Pandemie gekommen.

„Wir erzielten ein gutes Ergebnis! Unser Wachstum liegt deutlich über dem Marktdurchschnitt“, nannte Reindl das Fazit für 2020. Erhöhung der Bilanzsumme um mehr als 100 Millionen Euro (12,1 Prozent) auf 959,8 Millionen Euro, Steigerung des Kundenvolumens auf 1,86 Milliarden Euro und des Kreditvolumens auf 456 Millionen Euro – die Zahlen der Jahresbilanz belegen die positive Entwicklung. Auch die Kundeneinlagen seien gewachsen, sogar stärker als geplant, informierte Reindl: „Hintergrund waren wohl die anhaltenden Unsicherheiten sowie die eingeschränkten Konsummöglichkeiten während der Pandemie, die zu einer höheren Sparneigung führten.“

Auch für 2021 gilt: "Wir sind im Plan"

Über den Bilanzgewinn von 607.000 Euro freuen sich besonders die Mitglieder, ein Teil davon wird nämlich als Dividende in Höhe von 2,5 Prozent ausgeschüttet. Für das laufende Jahr 2021 verbreitete Reindl ebenfalls verhaltenen Optimismus: „Wir sind im Plan.“ Die Unternehmensform Genossenschaft erweise sich auch noch nach 150 Jahren in schwierigen Zeiten als stabil und sicher, das zeige die Volksbank-Raiffeisenbank Amberg.

Reindl ging auch darauf ein, dass die VR-Bank Amberg neue Wege beschreite, indem sie in Immobilien investiere. Deswegen wurde auch die Satzung per Beschluss geändert und explizit der Erwerb von Immobilien aufgenommen. Ein Gebäude mit zehn Wohneinheiten baut die Bank gerade am Mariahilfbergweg, mehrere Wohn- und Gewerbeeinheiten in der Regensburger Straße. Dort wird in das Erdgeschoss auch die bisherige Filiale der VR-Bank am Mosacherweg einziehen, die laut Reindl aus allen Nähten platzt.

Volksbank-Raiffeisenbank mit Neubau-Projekt an Regensburger Straße

Amberg

Weil die VR-Bank ihre beiden Service-Stellen in der Altstadt nach eigener Aussage auf Dauer nicht mehr effizient betreiben kann, geht sie jetzt mit der Geschäftsstelle in der Bahnhofstraße neue Wege. „Wir haben lange überlegt, wie wir dem Gebäude frischen Wind verleihen können. Es sollte ja etwas Einzigartiges sein“, sagte Reindl und lüftete in der Vertreterversammlung das Geheimnis: Wo bisher Geldgeschäfte abgewickelt wurden, sollen jetzt ein Regio-Markt und ein kleines Café einziehen. „Regionale Produzenten fehlt oft der Zugang zum Endverbraucher. Wir möchten hier ein neues, nachhaltiges und einmaliges Einkaufserlebnis für Amberg schaffen“, erklärte Reindl die Philosophie des neuen Regio-Marktes. Die Umbaumaßnahmen seien bereits in vollem Gange, spätestens im Herbst 2021 will man bereits die ersten Kunden begrüßen. Als Selbstbedienungs-Bankfiliale soll die Geschäftsstelle aber weiter bestehen bleiben.

Neben zahlreichen Beschlussfassungen musste die Vertreterversammlung auch mehrere Wahlen abwickeln. Nachdem die drei Aufsichtsräte Ulrike Pongratz, Gerhard Gradl und Bernhard Schöppl turnusgemäß aus dem Aufsichtsrat ausscheiden, alle drei aber für eine Wiederwahl kandidierten, wählte die Versammlung sie einstimmig wieder in das Gremium.

Hintergrund:

VR-Bank Amberg 2020

Die Bank zählt 8549 Mitglieder und 31 793 Kunden.

16 Geschäftsstellen und zwei SB-Filialen betreibt die VR-Bank in der Region.

160 Mitarbeiter, davon 12 Auszubildende, beschäftigt die Bank.

171 Millionen Euro an Kreditvolumen wurden 2020 vergeben.

Knapp 80 000 Euro Spendengelder wurden an kulturelle und soziale Einrichtungen ausgeschüttet. (gsp)

Die Aufsichtsräte Bernhard Schöppl (Dritter von rechts) und Ulrike Pongratz (Zweite von rechts) mit den Vorständen Dieter Paintner (links), Andreas Reindl (rechts) und dem Aufsichtsratsvorsitzenden Georg Wittmann (Zweiter von links).

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