Würde neben Wahlhelfer Jürgen Schröther nicht eine Flasche des von der Stadt Amberg in allen Lokalen zur Verfügung gestellten Desinfektionsmittels stehen, nichts würde an diesem Sonntag auf das Coronavirus und die weitreichenden Sicherheitsvorkehrungen hindeuten. "Wir müssen nur sparsam damit umgehen, damit es für eine eventuelle Stichwahl auch noch reicht", scherzt Schröther, der allerdings alle Urnengänger auf einen Umstand hinweist: "Sie dürfen Ihren eigenen Stift benutzen." Es dürfe nur kein Bleistift sein. Eine Statistik, wie viele Amberger tatsächlich die in der Kabine liegenden Kugelschreiber nutzen und kein eigenes Exemplar dabei haben, gibt es allerdings nicht. .
Die Vermutung, dass wegen des Coronavirus viele schon zur Öffnung der Wahllokale um 8 Uhr den Oberbürgermeister und die Stadträte wählen wollen, bestätigt sich nicht. Zumindest nicht in dem Wahlraum, der im Mehrzweckraum des Kindergartens St. Sebastian an der Erich-Kästner-Straße eingerichtet worden ist. Bis 8.30 Uhr machten Schröther und sein Kollege Stefan Hammer lediglich sieben Striche auf ihrer Liste. Das sei kein Extrem, weder in die eine noch in die andere Richtung. Viele Wähler kämen erst im Laufe des Tages. Das habe die Erfahrung gezeigt. Außerdem werde die Briefwahl wohl etwas öfter genutzt als in den Jahren zuvor. Ganz unabhängig vom Coronavirus.
Anja Hofauer jedenfalls war aus einem ganz anderen Grund schon so früh auf den Beinen. Die 29-Jährige, die hauptberuflich als pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte in einer Apotheke beschäftigt ist, arbeitet in ihrer Freizeit auch in der Gastronomie. "Ich fange jetzt dann um 9 Uhr an und wollte vorher noch einen Kaffee trinken", sagte sie, als sie um 8.15 Uhr das Wahllokal schon wieder verließ.
Weitere Berichte zur Wahl im Laufe des Tages unter www.onetz.de und am Montag in der Amberger Zeitung















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