Mit dem Ende des analogen Kabelfernsehens am 8. November kam die Welle an Nachfragen und Aufträgen: Der Elektrofachhandel hatte auch im Stadtgebiet alle Hände voll zu tun, um alte Fernseher auszutauschen oder mit Zusatztechnik nachzurüsten. "Es war die Hölle los", blickt Bettina Ebensberger auf die vergangenen Wochen zurück. Sie ist im Kundenservice eines Amberger Elektrogeschäfts tätig.
Erst jetzt ebbten die Kundenanfragen zum Thema Digitalfernsehen ab. Ebensberger: "Wir hatten teilweise das Gefühl, dass die Umstellung komplett an den Ambergern vorbeigegangen ist." An manchen Tagen sei sie deswegen nur noch am Telefon gewesen und habe teils auch sehr ungehaltene Anrufer beruhigen und vertrösten müssen. Die Techniker seien bis jetzt so gut wie ausgebucht gewesen. "Abends glühten mir die Ohren", sagt die Mitarbeiterin. Unter den Anrufern seien viele ältere Menschen gewesen, aber auch Mitarbeiter von Hotels, Firmen und anderen Institutionen. Eigentlich alles unnötig. "Schon im Vorfeld hätten sie einen Receiver oder einen neuen Fernseher installieren lassen können und dann bei der Umstellung einfach nur noch umstöpseln können", meint die Fachfrau. Doch jetzt kann es dauern.
Unter den Anrufern waren auch Verantwortliche von Seniorenheimen, in denen viele Bewohner noch ältere Fernsehgeräte nutzten. Carsten-Armin Jakimowicz vom Caritas-Heim in der Friedlandstraße blieb aber von größeren Problemen in Sachen Umstellung verschont. "Bei uns hat alles ohne Zwischenfälle geklappt", sagt der stellvertretende Heimleiter zufrieden. Die Senioren, von denen die meisten ein TV-Gerät auf dem Zimmer haben, seien rechtzeitig informiert worden. Die Hausmeisterei und die Verwaltung hätten den Sendersuchlauf bei allen Geräten gestartet. "Bis auf einen Herren hatten bei uns ohnehin alle moderne Geräte", sagt Jakimowicz.





















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