12.07.2021 - 11:51 Uhr
AmbergOberpfalz

Werkvolk Amberg: Reingewinn von mehr als 800.000 Euro

Das Wohnungsbau- und Siedlungswerk Werkvolk Amberg zieht Bilanz. Die Zahlen können sich sehen lassen: über 86 Millionen Euro Bilanzsumme, über 800.000 Euro Reingewinn und eine Dividende von drei bis fünf Prozent auf die Geschäftsanteile.

Mit dem neu gewählten Aufsichtsrat Florian Füger (Wirtschaftsingenieur und CSU-Stadtrat) ist der Aufsichtsrat des Werkvolks wieder vollständig. Das Bild zeigt (von links) Florian Füger, Johann Fröhlich, Marianne Gutwein, Ewald Fiegert, Vorstand Dagmar Kierner, Alois Ponnath, Elfriede Schenkl und Vorstand Wolfgang Erb.
von Autor GFRProfil

In seinem Geschäftsbericht für das Jahr 2020 wies Wolfgang Erb, Vorstand des Wohnungsbau- und Siedlungswerk Werkvolk Amberg, darauf hin, dass das Geschäftsjahr mit einer Bilanzsumme von 86.868.392 Euro und einem Plus von 160.000 Euro im Vergleich zum Vorjahr abschließen konnte. Zwar habe sich der Bilanzwert der Grundstücke mit Wohn- und Geschäftsbauten durch Abschreibung in Höhe von etwa 1,7 Millionen Euro auf 59 Millionen Euro verringert, aber immer noch liege der Verkehrswert der Immobilien bei rund 225 Millionen Euro.

Erb bezifferte die Sachanlagen und das Anlagevermögen jeweils auf mehr als 60 Millionen Euro. Das Eigenkapital der Genossenschaft bezifferte er auf mehr als 46 Millionen Euro, was einem Eigenkapitalanteil von 53,4 Prozent entspreche. Verbindlichkeiten und Zinslast konnten zum Ende des Jahres 2020 reduziert werden. Sie betragen aktuell knapp über 38 Millionen Euro, davon gut 33 Millionen Euro Kredite bei Banken. Der Umsatzerlös aus der Hausbewirtschaftung habe sich geringfügig auf 16 Millionen Euro erhöht. Dennoch liegen die Betriebskosten für die Mieter laut Erb unter dem bayerischen Durchschnitt. Auf der Ausgabenseite seien die Aufwendungen für die Hausbewirtschaftung leicht gestiegen. Sie liegen bei 3,73 Millionen Euro. In Instandhaltungsmaßnahmen habe das Werkvolk 3,75 Millionen Euro investiert.

Jahresüberschuss von über drei Millionen Euro

Vom Jahresüberschuss in Höhe von mehr als drei Millionen Euro werden laut Erb mehr als 200.000 Euro in die gesetzliche Rücklage eingestellt, über zwei Millionen Euro in die zweckgebundene Bauerneuerungsrücklage. Aus dem verbleibenden Bilanzgewinn von 812.118 Euro wird eine Dividende von fünf für Pflicht- und freiwillige Anteile für Wohnungsnutzer, Mitarbeiter, Vorstände und Aufsichtsräte ausgeschüttet. Gleiches gilt für Pflicht- und freiwillige Anteile an der Werkvolk- Kierner-Stiftung und der Werkvolk-Kindergarten GmbH. Auf sonstige Pflicht- und freiwillige Anteile zahlt das Werkvolk drei Prozent Dividende. Geschäftsguthaben aus der genossenschaftlichen Altersversorgung werden mit vier Prozent verzinst.

Die Pläne des Werkvolks für die Zukunft erläuterte Dagmar Kierner. In der Friedrich-Ebert-Straße in Regensburg sollen elf Millionen Euro in etwa 50 Wohneinheiten mit insgesamt 3400 Quadratmetern investiert werden, weitere 80 bis 100 Wohneinheiten seien in Neutraubling geplant. Vorstand und Aufsichtsrat wurden von der überschaubaren Anzahl an Genossenschaftsmitgliedern im Amberger Kongresszentrum einstimmig entlastet, ebenso einstimmig wurde Ewald Fiegert wieder und Florian Füger neu in den Aufsichtsrat gewählt.

Darum steigen in Amberg und Umgebung die Immobilienpreise

Amberg
Hintergrund:

Wissenswertes über das Wohnungsbau- und Siedlungswerk Werkvolk Amberg

Die Genossenschaft bewirtschaftet 271 Häuser und 2484 Wohnungen mit 19.769 Quadratmetern Wohn- und Nutzfläche, 1126 Garagen, 476 Stellplätze sowie 149 Fahrrad- oder Motorradboxen.

Genossenschaftsvorstände sind Dagmar Kierner und Wolfgang Erb. Aufsichtsrat: Vorsitzender Johann Fröhlich, Ewald Fiegert, Florian Füger, Marianne Gutwein, Alois Ponnath und Elfriede Schenkl.

Mit einer durchschnittlichen Wohnraummiete von sechs Euro und einer Leerstandsquote von 0,8 Prozent liegt das Werkvolk weit unter bayerischem Durchschnitt.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.