26.05.2021 - 17:28 Uhr
AmbergOberpfalz

Wohnungen von Kinderpornografie-Verdächtigen durchsucht: Auch Amberg-Sulzbacher dabei

Bundesweit sind die Polizisten in insgesamt 14 Wohnungen zeitglich im Einsatz. Die Beamten finden bei den Verdächtigen kinderpornografisches Material. Auch in Amberg-Sulzbach werden sie bei einem Mann fündig.

In Amberg-Sulzbach ist die Wohnung eines Mannes durchsucht worden, der in Verdacht steht, kinderpornografisches Material zu besitzen.
von Christopher Dotzler Kontakt Profil

Staatsanwaltschaft und Polizei haben eine bundesweiten Aktion koordiniert. Dabei haben die Beamten die Wohnungen von 14 Tatverdächtigen untersucht, die im Verdacht stehen, kinderpornografische Inhalte zu besitzen, erworben und verbreitet zu haben. Darunter ist auch ein Mann aus Amberg-Sulzbach. Wie Christoph Hebbecker von der Staatsanwaltschaft Köln auf Nachfrage erklärte, ist keiner der Verdächtigen derzeit in U-Haft, also auch nicht der Mann aus dem Landkreis.

Für die Durchsuchung zeichnete eine Task Force zur Bekämpfung von Kindesmissbrauch und der Verbreitung von Kinderpornographie in digitalen Medien verantwortlich, die sich bei der Aktion die Polizeidienststellen Dortmund, Düren, Recklinghausen, Warendorf, Delmenhorst, Hannover, Gießen, Zwickau, Saarlouis, Saarbrücken und Auerbach in der Oberpfalz ins Boot holte. Die Durchsuchungsmaßnahmen richteten sich laut einer Pressemitteilung gegen Beschuldigte im Alter von 30 bis 74 Jahren, die sich beziehungsweise anderen über eine Chatgruppe kinderpornographische Inhalte verschafft haben sollen.

Die Ermittlungsmaßnahmen beruhen auf einem gemeinsam mit dem Polizeipräsidium Dortmund geführten Verfahren zur Identifizierung der anonym agierenden Mitglieder einer geschlossenen Chatgruppe, die als Tauschbörse für kinderpornografisches Material genutzt wird. Bei der Polizeiaktion waren Spezialeinheiten im Einsatz. Wie viele, konnte Hebbecker nicht beziffern. Insgesamt sind über 250 Datenträger sichergestellt worden. Eine erste Sichtung und Bewertung ist bereits angelaufen. Hinweise auf einen aktuellen Missbrauch liegen nach derzeitigem Stand nicht vor. Nachdem die Datenträger ausgewertet worden sind, starten die Verfahren. Kommt es beim Ermittlungsverfahren zur Anzeige gegen den Amberg-Sulzbacher wird der Prozess wohl in Amberg geführt, wie Hebbecker erklärte.

Junger Mann randaliert am Amberger Bahnhof und am Kaiser-Ludwig-Ring

Amberg

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.