Amberg
05.11.2018 - 17:36 Uhr

Zehn Millionen Euro auf einen Schlag

Die Stadt setzt den konsequente Schuldenabbau fort. Denn: Weniger Miese bedeuten weniger Zinsen und weniger Tilgungsleistungen. Und somit steht auch mehr Geld für Ausgaben zur Verfügung.

Oberbürgermeister Michael Cerny (links) und Stadtkämmerer Franz Mertel stellen den Haushaltsentwurf für 2019 vor. Bild: Wolfgang Steinbacher
Oberbürgermeister Michael Cerny (links) und Stadtkämmerer Franz Mertel stellen den Haushaltsentwurf für 2019 vor.

Ein Entwurf für 2019, der gekennzeichnet ist durch einen weiteren Schuldenabbau, ein gleichbleibend hohes Investitionsniveau und eine grundsolide Finanzierung: So sehen Michael Cerny, Kämmerer Franz Mertel und Josef Weigert, Leiter des Haushalts- und Steueramts, den Ansatz des Etats.

Das Zahlenwerk hat ein Volumen von 168 Millionen Euro und wird am Donnerstag, 8. November, in einer ganztägigen Sitzung des Hauptausschusses beraten. Da werden die Fraktionen noch ihre Wünsche an die Finanzverwaltung herantragen. Insgesamt liegen 39 Anträge vor, informierte Cerny. Er nannte zwei Gründe für die gute Einnahmesituation in Amberg: Die Wirtschaft ist sehr erfolgreich, die Zahl der Arbeitslosen so gering wie seit 20 Jahren nicht mehr. Aber auch die konsequente Haushaltführung der Stadt zahle sich aus: Weniger Schulden bedeuten weniger Zinsen und eine geringe Tilgungsleistung. Cerny sprach von einem erfreulichen Einmaleffekt in diesem Jahr, nämlich zehn Millionen Euro auf einen Schlag tilgen zu können, so dass sich die Schulden der Stadt zum 1. Januar 2019 auf 18 Millionen Euro belaufen werden. Mertel blickte auf 2004/05 zurück, als mit über 50 Millionen Euro der höchste Stand bei den Schulden erreicht war. Dank der Tilgung zahle man auch weniger Zinsen für Darlehen. "2008 waren es knapp 2,1 Millionen Euro, für 2019 sind es 321 000 Euro."

Einen Wermutstropfen mussten Cerny und Mertel aber doch verkünden: die Abwassergebühren steigen, für Schmutzwasser von 1,60 auf 1,66 Euro und für Niederschlagswasser von 35 auf 40 Cent pro Quadratmeter befestigte Fläche. "Das sind Dinge, die laut Gesetz nicht über Steuern finanziert werden können, sondern über Gebühren auf die Bürger umgelegt werden müssen", informierte der Oberbürgermeister.

 
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