20.09.2019 - 10:48 Uhr
AmbergOberpfalz

Ziegelgasse: Investor Ulrich Schmid kauft auch ehemaligen Waschmaschinen Meier

Es ist der nächste Innenstadt-Coup von Ulrich Schmid. In der Ziegelgasse hat der Investor jetzt den ehemaligen Waschmaschinen Meier und das Haus daneben gekauft, in dem sich das O'Brian befindet.

Noch schaut die Ziegelgasse aus, wie sie es seit vielen Jahren tut. Doch Investor Ulrich Schmid hat die beiden nebeneinanderliegenden Anwesen mit Waschmaschinen Meier und dem O’Brian gekauft. Er will beide Gebäude sanieren.
von Andreas Ascherl Kontakt Profil

Wo Ulrich Schmid investiert, da wächst etwas. Das gilt in Amberg beinahe als geflügeltes Wort. H & M, die ehemalige Kreissparkasse am Markplatz oder das Eckert-Gebäude mit Hans im Glück sind nur ein paar Beispiele für das goldene Investorenhändchen des Amberger Steuerberaters. Nun hat er sich in der Ziegelgasse zwei nebeneinander liegenden Gebäude gekauft. In dem einen hat bis vor kurzem Adolf Meier unter anderem Waschmaschinen oder Kühlschränke verkauft - ein absoluter Kultladen nicht nur für alteingesessene Amberger.

Amberg

O'Brian vor dem Ende

Im anderen Gebäude mit der Hausnummer 19 ist seit vielen Jahren das irisch angehauchte O'Brian daheim. Zuvor war es als Inside der Disco-Treffpunkt für Liebhaber von Soul, Funk und Disco. Während Adolf Meier vor kurzem aus Altersgründen seinen Laden zugesperrt hat, steht das Ende des O'Brian unmittelbar bevor. Wie lange Pächter Armin Spieß noch weitermachen kann, steht in den Sternen. "Er kann solange bleiben, bis wir mit dem Bauen anfangen", sagt Investor und Neueigentümer Ulrich Schmid gegenüber der Amberger Zeitung.

Auch wenn die beiden Gebäude laut Schmid nicht unter Denkmalschutz stehen, denkt er eigener Aussage nach derzeit nicht über einen Abriss und Neubau nach. "Wir wollen in erster Linie eine Sanierung", so sagt er. Unter Beibehaltung des typischen Charakters der beiden Häuser, sollen sie natürlich modernen Anforderungen an die Wohnqualität entsprechen. Da sich das Erdgeschoss der Gebäude nur sehr schwer als Wohnraum vermarkten lässte, soll hier eventuell die Haustechnik untergebracht oder die notwendigen Stellflächen für die Autos der Bewohner nachgewiesen werden. "Außer es findet sich eine Praxis oder Kanzlei, die hier einziehen will", sagt Ulrich Schmid.

Genauere Vorstellung von der späteren Nutzung hat der Investor allerdings noch nicht, wie er freimütig einräumt. Derzeit würden die Gebäude vermessen, anschließend eine konkrete Planung erstellt. "Eventuell platzieren wird ja ein gemeinsames Treppenhaus für beide Häuser in der Mitte." Zukunftsorientiert will Ulrich Schmid bauen und so Leben in die Altstadt bringen. "Und wo Leben ist, da ist auch Attraktivität", so das Credo von Schmidt, der sich noch ganz am Anfang seiner Planungen sieht.

Start soll im Frühjahr sein

Jetzt gelte es zunächst einmal die Pläne auszuarbeiten und mit den Vorstellungen der Stadt Amberg abzustimmen. "Da müssen wir uns zusammenraufen", lacht Schmid und weiß, dass dabei am Ende immer etwas sehr Sinnvolles herauskommt. Kommendes Frühjahr, so seine realistische Sicht auf die Dinge, soll alles eingetütet und abgesegnet sein. Dann könnte mit dem eigentlichen Bau begonnen werden. Bis dahin muss auch das O'Brian ausgezogen sein, in dem zahlreiche Amberger in den vergangenen Jahren zum Teil hervorragende Live-Konzerte erlebte haben. Inklusive Promo-Auftritt von Reamonn, der ersten Band von Sänger Ray Garvey im Sommer 2003.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Aktuell und Wissenswert

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.