Amberg
27.05.2026 - 21:20 Uhr

Zuhören ist wichtig: Gesundheitsamt Amberg startet Kampagne zur Suizidprävention

Das Gesundheitsamt Amberg will verstärkt dazu beitragen, Suizide zu verhindern. Ziel ist es, Warnsignale frühzeitig zu erkennen und Hilfe anzubieten.

Die Suizidquote in der Region Amberg und Amberg-Sulzbach ist überdurchschnittlich hoch. Hilfsangebote sollen bei den Betroffenen Hoffnung wecken. Bild: Carina Rösl
Die Suizidquote in der Region Amberg und Amberg-Sulzbach ist überdurchschnittlich hoch. Hilfsangebote sollen bei den Betroffenen Hoffnung wecken.

Mit dem Flyer „Zuhören ist wichtig! Signale und Hilfe bei Suizid-Gedanken“ möchten der Bezirk Oberpfalz und das Gesundheitsamt Amberg die Öffentlichkeit für das Thema Suizidprävention sensibilisieren. Hintergrund der Kampagne sind die vergleichsweise hohen Suizidraten in der Oberpfalz, heißt es in einer Pressemitteilung des Landratsamts Amberg-Sulzbach. Nach Angaben des Gesundheitsamts Amberg liegt die Suizidquote in der Region im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre bei 13,4 Fällen pro 100.000 Einwohnern und zählt damit zu den höchsten in Bayern.

„Jeder einzelne Fall erschüttert und könnte bei rechtzeitigem Einschreiten möglicherweise verhindert werden“, erklärt Carina Rösl, Sozialinspektorin am Gesundheitsamt Amberg und verantwortlich für die Aktion der Behörde. Als grobe Faustregel gelte, dass auf jeden vollendeten Suizid etwa zehn Versuche kommen. Besonders wichtig sei, Warnsignale frühzeitig zu erkennen. Menschen mit suizidalen Gedanken äußerten häufig Hoffnungslosigkeit, fühlten sich als Belastung für andere oder zögen sich zunehmend aus ihrem sozialen Umfeld zurück. Auch das Verschenken persönlicher Gegenstände oder direkte Äußerungen über den Wunsch, nicht mehr leben zu wollen, könnten Alarmzeichen sein.

„Suizid ist vermeidbar, wenn rechtzeitig Hilfestellungen eingeholt werden“, wird Rösl in der Mitteilung zitiert. Zuhören, Verständnis zeigen und Betroffene ernst nehmen könne entscheidend dazu beitragen, Menschen aus ihrer Isolation zu holen. Angehörige und Freunde sollten das Gespräch suchen und gemeinsam mit den Betroffenen Unterstützungsmöglichkeiten wahrnehmen.

Hilfe und Beratung bieten unter anderem der Krisendienst Oberpfalz unter der kostenfreien Telefonnummer 0800/655 3000, die medbo Amberg unter Telefon 09621/91 666 8350, die Notrufnummer 112 sowie das Gesundheitsamt Amberg. Unterstützung erhalten dort auch Angehörige, Freunde und Bekannte.

Der Regionale Steuerungsverbund Amberg/Amberg-Sulzbach bündelt zudem verschiedene Angebote für Menschen mit psychischen Erkrankungen und deren Angehörige. Der Flyer „Zuhören ist wichtig! Signale und Hilfe bei Suizid-Gedanken“ kann im Gesundheitsamt mitgenommen werden und steht im Internet unter www.kreis-as.de/Gesundheit-Verbraucherschutz/Gesundheit/Beratung/Psychosoziale-Beratung/ zum Herunterladen bereit.

Diese Meldung ist aus Informationen der genannten Organisation oder Behörde und mit Unterstützung durch KI erstellt worden.

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