24.03.2019 - 15:17 Uhr
AmbergOberpfalz

Aus zwei mach eins: Bäcker-Innungen Amberg und Sulzbach-Rosenberg fusionieren

Die Bäcker-Innungen Amberg und Sulzbach-Rosenberg haben im vergangenen Herbst die Fusion beschlossen. Jetzt vollzogen sie diesen Schritt - um gemeinsam in eine gute Zukunft zu gehen.

Die Bäckerinnungen Amberg und Sulzbach-Rosenberg fusionieren, der neuen Führungsriege gehören (von links) Schriftführer Roland Birkl, Kassier Hans Roth, Lehrlingswart Gabriele Wiesnet, Obermeister Alfred Schuller, Beisitzerin Ruth Herbst, die stellvertretenden Obermeister Wolfgang Fischer und Hans Weber und die Rechnungsprüfer Thomas Bittner und Michael Kredler an.
von Kristina Sandig Kontakt Profil

Wie wichtig den Mitgliedern der beiden Innungen war, belegt der Beschluss: Er wurde einstimmig gefasst. Am Donnerstagnachmittag vollzogen die Bäcker aus Amberg und Sulzbach-Rosenberg diesen Schritt: Sie fusionierten. Der jetzt neuen Bäcker-Innung Amberg-Sulzbach gehören 28 Mitglieder an. Vorher waren es genauso viele, nur eben verteilt auf beide. Wie Angelika Leistl, Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft und der Bäcker-Innung informierte, waren beide Innungen zu klein geworden, "um was zu bewegen". Eine Entwicklung, die kein Einzelfall ist. "Das ist fast überall so", erklärt sie.. Die Fusion sei der Vernunft geschuldet. "Je größer eine Innung ist, desto schlagkräftiger ist sie."

Dass die Zahl der Mitgliederbetriebe sinkt, sei darauf zurückzuführen, dass viele Bäcker aus Altersgründen ihre Betriebe aufgegeben haben und sich keine Nachfolger gefunden hatten. Die beiden ehemals eigenständigen Innungen hätten aber schon immer kooperiert, erzählt Angelika Leistl und verweist auf Vorträge und Infoveranstaltungen, die schon immer gemeinsam organisiert worden waren. "Das Gesellschaftliche hat jede Innung selbst gepflegt." Auch nach der Fusion ist die Bäcker-Innung eine der kleineren, von ihrer Größe aber durchaus vergleichbar mit den beruflichen Standesvertretungen in benachbarten Landkreisen wie Schwandorf oder Neumarkt.

Vor zwei Jahren fusionierten die Metzger-Innungen, heuer schließen sich laut Angelika Leistl noch die Schreiner zusammen. "Das ist einfach der Zeit geschuldet", erklärt die Geschäftsführerin. Hinsichtlich des Nachwuchses sei es so, dass jeder im Bereich im Handwerk suche. "Oberpfalzweit sind die Lehrverträge aber mehr geworden", freut sich Leistl über den leichten Aufwärtstrend.

Für die Geschäftsführerin der Innung ist gerade die Vielfalt an Bäckereien ein großes Plus für die Verbraucher. "Jeder hat seine Hausrezepte, bei jedem schmeckt es ein bisschen anders - das ist das Schöne." In Bayern sei man noch in der glücklichen Lage, dass es diese Vielfalt noch gibt. "In anderen Bundesländern schaut es da ganz anders aus."

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