04.11.2021 - 13:22 Uhr
AmbergOberpfalz

Zwei Radwege sind Anwohnern der Köferinger Straße zu viel

Die im letzten Verkehrsausschuss vorgestellten Pläne beidseitig angelegter Radwege entlang der Köferinger Straße beschäftigen nicht nur Kommunalpolitiker sondern auch die Anwohner im D-Programm. Diese klagen über fehlende Parkplätze.

CSU-Ortstermin an der Köferinger Straße zum Bau von Radwegen. Fraktionsvorsitzender Matthias Schöberl (unten rechts) erläuterte den Anwohnern den Planungsvorschlag der Bauverwaltung. Vorgebrachte Alternativwünsche zum Bau eines kombinierten Geh- und Radwegs werde man überprüfen, sicherte Schöberl zu.
von uscProfil

Gut 30 Anwohner wollten sich am Freitag aus erster Hand bei einem Ortstermin mit CSU-Fraktionschef Matthias Schöberl und CSU-Ortsvorsitzender Birgit Wittmann über die Pläne informieren, entlang der Köferinger Straße auf beiden Seiten je einen Radweg anzulegen. Dabei kam aus den Reihen der Zuhörer der Wunsch, alternativ dazu stadtauswärts gesehen nur links einen kombinierten Geh- und Radweg anzulegen. Dagegen spricht aber offenbar eine nicht mögliche staatliche Förderung.

„Entschieden ist noch nichts“, versicherte Schöberl den Zuhörern beim Treffen an der Köferinger Straße. Seit zwölf Jahren mache sich die CSU Gedanken darüber, wie das mit dem Radweg an dieser Stelle funktionieren könnte. Ein Besucher appellierte an die Politik, nicht noch mehr Grünfläche zu versiegeln, sondern hier einen kombinierten Geh- und Radweg zu schaffen.

Förderung nur für den Radweg

„Wir nehmen gerne Ihre Anregungen auf,“ versicherte Matthias Schöberl. Er machte aber klar, dass der Stadtrat aufgrund der angespannten Haushaltslage sehr wohl überlegen müsse, ob er auf eine großzügige staatliche Förderung bei dieser Baumaßnahme verzichten könne. Schöberl selbst wertete zwei getrennte Radwege links und rechts der Köferinger Straße als sicherere Lösung im Gegensatz zu einem gemeinsamen Geh- und Radweg. Für eine getrennte Lösung würde es laut Schöberl darüber hinaus eine staatliche Förderung von etwa 90 Prozent geben. Bund und Land, so Schöberl, wollen den Radwegeausbau nämlich großzügig fördern. „Wir lassen aber von der Bauverwaltung eine Alternativplanung prüfen“, sicherte Schöberl den Zuhörern zu.

Würden getrennte Radwege gebaut, so befürchtet eine Anwohnerin, werde die Zufahrt zwischen Alter Eiche und Röntgenstraße zu den dortigen Bungalows wohl nicht mehr möglich sein. Ein weiterer Wegfall von Parkflächen an der Köferinger Straße werde die Parkplatzmisere im D-Programm noch verschärfen, hieß es seitens der Anwohner. Zusätzlichen Parkraum in der Siedlung zu schaffen, war deshalb eine weitere Forderung, mit der sich Schöberl konfrontiert sah.

Da wäre Platz für neue Parkflächen

Es kam auch der Vorschlag, Anwohnerparkberechtigungen einzuführen, um Fremdparker fernzuhalten. Und noch eine Klage war zu hören: Die mangelnde gärtnerische Pflege auf öffentlichen Grünflächen an der Röntgenstraße nach Fremdvergabe der Unterhaltsmaßnahmen. „Da wäre aber Platz für neue Parkplätze“, befand eine Anwohnerin.

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„Wir lassen aber von der Bauverwaltung eine Alternativplanung prüfen.“

CSU-Fraktionsvorsitzender Matthias Schöberl

CSU-Fraktionsvorsitzender Matthias Schöberl

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