Wo immer in Amberg Häuser gebaut werden, steigt automatisch der Bedarf für Kinder-Betreuungseinrichtung. In Ammersricht beispielsweise hat die städtische Arbeitsgruppe "Kinderbetreuung", die sich aus Vertretern des Jugend-, des Stadtplanungs- und des Liegenschaftsamts sowie bei Bedarf weiterer Stellen zusammensetzt, einen solchen zusätzlichen Bedarf erkannt. Der hängt unter anderem mit den Baugebieten Akazienweg und "An den Brandäckern" zusammen. Erster Gedanke hier: Man erweitert den bestehenden Kindergarten St. Konrad an der Ahnherrnstraße entsprechend oder baut gleich daneben auf dem freien Grundstück.
Der Kauf dieses Grundstücks aber hat aus unterschiedlichen Gründen nicht geklappt, informierte Sozialreferentin Susanne Augustin am Mittwoch den Bauausschuss. Plan B waren daher Flächen direkt im neuen Baugebiet "An den Brandäckern". Hier allerdings wäre laut Susanne Augustin erst ein langwieriges Umlegungsverfahren notwendig, das zu einem geschätzten Verzug von zwei bis vier Jahren führen würde. Aus diesem Grund tritt jetzt Plan C in Kraft: Das Grundstück zwischen Ammersrichter Schule und Feuerwehrhaus am Bruder-Konrad-Weg, das derzeit größtenteils als Sport- und Freizeitplatz für die Schule genutzt wird.
Grundstück gehört der Stadt
Der Vorteil dabei: Es gehört der Stadt und es könnte sofort losgelegt werden. Wolfgang Babl vom Stadtplanungsamt hat auf Basis dieser Vorgabe einen ersten Entwurf gezeichnet, der dem Bauausschuss am Mittwoch vorlag. Und auch potenzielle Träger wären bereits als Interessenten für Bau und Betrieb der Kita im Boot. Wobei die Tendenz eher dahin geht, an dieser Stelle zwei Krippengruppen und eine Kindergartengruppe zu schaffen, kombiniert mit einer viergruppigen Schulvorbereitenden Einrichtung, die an anderen Stelle in der Stadt aus allen Nähten platzt. Damit wäre gleichzeitig die inhaltliche Nähe zur inklusiven Ausrichtung der Grund- und Mittelschule Ammersricht gegeben.
Die Schule selbst ist grundsätzlich nicht dagegen, wie Susanne Augustin sagte. Allerdings besteht sie darauf, dass für den Schulsport und die Ganztagsbetreuung mindesten eine Grünfläche von 20 auf 30 Meter erhalten bleibt. Auch die hat Wolfgang Babl in seinem Plan untergebracht, der in der Lage der Gebäude sogar darauf achtet, dass am Vormittag viel Licht in die Räume fließt und am Nachmittag diese Gebäude den Kindern reichlich Schatten spenden. Einzig gegen die vom ihm vorgesehenen Parkplätze auf dem Gelände (12 Pkw plus 3 Busse) regte sich ein gewisser Einwand. "Der Parkplatz ist doch jetzt schon da", verwies Helmut Weigl (CSU) darauf, dass direkt nebenan die Schulparkplätze angelegt sind. Stichwort: Synergieeffekt.
Es könnte schnell gehen
Weil auch der Bruder-Konrad-Weg im Zuge der Maßnahme zur Straße ausgebaut werden müsste, legte Hans-Jürgen Bumes großen Wert auf die Anlage entsprechender Fuß- und Radwege. Weil doch die Kindergartenkinder relativ selten im eigenen Auto kommen. Und wann geht es dann konkret los? Das wollte Josef Witt (ÖDP) wissen. "Der Träger sagt, dass er damit arbeiten kann", machte Susanne Augustin Hoffnung. Was im Prinzip heißt: Es könnte relativ schnell gehen. Dann hätten die Ammersrichter bald 100 neue Betreuungsplätze für ihre Kinder.



















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