27.08.2020 - 16:26 Uhr
AmmerthalOberpfalz

Ammerthaler Bürgermeister: Rathaus-Kita startet pünktlich

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Auch wenn der Bau des neuen Kindergartens im Ammerthaler Rathaus zwischenzeitlich kurz gestoppt worden war, die Betreuung startet ab 1. September. Mit dieser Zusage will Bürgermeister Anton Peter vor allem die Eltern beruhigen.

Der neue Kindergarten im Ammerthaler Rathaus: In diesem Raum war ursprünglich eine Bankfiliale untergebracht. Hier beginnt ab 1. September die Betreuung.
von Andrea Mußemann Kontakt Profil

Es wird geklopft, geschraubt und geputzt. Die Möbel stehen noch verpackt in der Mitte. In jedem Raum gibt es auf den 250 Quadratmetern im Obergeschoss des Rathauses noch viel zu tun. Bis hier die kleinen Mädchen und Buben in ihr "Zwergenland", so der offizielle Name der Einrichtung des Roten Kreuzes, einziehen können, muss noch fleißig gearbeitet werden. Doch Bürgermeister Anton Peter ist zuversichtlich und verspricht: "Wir starten am 1. September." Mit elf Kindern soll der Betrieb nächste Woche beginnen. Gegen Ende des Jahres werden in der zweigruppigen Einrichtung einmal 22 (Kindergarten) und einmal zwölf (Krippe) kleine Gäste betreut. Katharina Reif, die künftige Kindergartenleiterin, erklärte diese schrittweise Öffnung nicht ausschließlich durch den "straffen Zeitplan", der durch das zwischenzeitliche Einstellen der Renovierungsarbeiten durch das Landratsamt entstanden ist (wir berichteten), sondern auch mit der Corona-Pandemie. "Wir starten mit weniger Kindern, das kommt uns auch entgegen, so bekommen wir Sicherheit im Umgang mit den Hygieneregeln." Ein Raum wird bis 1. September fertig, der Rest soll Mitte des Monats folgen. Dann werden auch mehr Kinder in der Einrichtung aufgenommen. Betreut werden sie künftig von zwei Erzieherinnen und zwei Kinderpflegerinnen.

"Effektiv vier Wochen Zeit"

"Es wurde hier hervorragend zusammengearbeitet, auch wenn wir viele Steine in den Weg gelegt bekommen haben", verteilte Anton Peter Lob an Architekt Horst Kraus und die am Umbau beteiligten Handwerksfirmen. "Effektiv hatten wir vier Wochen Zeit." Es wurden Wände eingezogen, Fenster eingeputzt, Decken abgehängt und der Boden erneuert. Hinzu kommen die kindgerechten Sanitäranlagen und eine neue Außentreppe. Insgesamt rund 250.000 Euro investierte die Gemeinde in den Umbau. "Selbst wenn das Geschoss nicht mehr als Kindergarten genutzt wird, ist das Geld nicht verloren", sagte Peter. Bislang stand der Großteil leer. Darin lagerte der Heimat- und Kulturverein seine Requisiten. Ein Raum wurde bis vor zwei Jahren noch als Bankfiliale genutzt. Darin wird auch der Betrieb des Kindergartens starten.

Nächstes Jahr kommt Bedarfsplanung

Wie es langfristig mit einem zweiten Kindergarten in Ammerthal weitergehen wird, ob es einen Neubau geben wird oder nicht, darüber möchte der Bürgermeister derzeit nicht spekulieren. "Wir werden uns nächstes Jahr mit dem BRK und der Kirche zusammensetzen, eine Bedarfsplanung für die nächsten fünf bis sechs Jahre machen und vielleicht über einen Anbau am Kindergarten St. Nikolaus reden." Peter: "Ich mache keinen Schnellschuss. Ich will heuer keinen Kindergarten bauen, weil wir 2020 besonders viele Kinder zu betreuen haben und in zwei Jahren ist er wieder leer. Damit ist keinem geholfen." Damit spielte er auf einen alten Beschluss der Gemeinderatsmehrheit (UWG und BFA) an, der einen Neubau forciert hatte. Die neue Mehrheit (CSU, CWG, BZA) kippte diese Entscheidung mit dem Hinweis auf den nicht mehr einzuhaltenden Zeitplan und entschied sich für die Kita-Übergangslösung im Rathaus.

Die Vorgeschichte zum Kita-Provisorium

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