18.08.2021 - 09:10 Uhr
AmmerthalOberpfalz

Hackschnitzelheizung soll in öffentlichen Gebäuden in Ammerthal für Wärme sorgen

Wollen öffentliche Gebäude mit einer regenerativ erzeugten Energie beheizen (von links): Projektberater Hans Hollederer, Bürgermeister Anton Peter und Investor Gerhard Schuller.
von Autor OEProfil

Seit Jahren ist es der Wunsch der Gemeinde Ammerthal, die öffentlichen Gebäude mit einer regenerativ erzeugten Energie zu beheizen. Viele Pläne scheiterten vor allem an der Standortfrage des zentralen Heizhauses.

Mit Gerhard Schuller hat Bürgermeister Anton Peter nun einen Investor gefunden, der die Idee realisieren will. Auch die Standortfrage ist geklärt. Schuller und Hans Hollederer präsentierten bei einem Termin im Rathaus dem Bürgermeister ihr Konzept zur Versorgung der kommunalen Einrichtung über ein Nahwärmenetz. Hollederer, der bereits solche Projekte begleitete und beratend fungiert, erläuterte die Planung. Die Wärmeerzeugung mit Hackschnitzel soll demnach in einem Kesselhaus auf dem Firmengelände von Gerhard Schuller im Gewerbegebiet erfolgen. Von dort werden über Wärmeleitungen alle Gemeindeeinrichtungen versorgt. Dieser Wärmestrang gibt vielen Privathäusern auf der Strecke die Möglichkeit, an das Netz anzuschließen.

Inzwischen haben sich laut Hollederer mehr als 40 Haushalte gemeldet und Interesse gezeigt, ihre zum Teil in die Jahre gekommenen Ölheizungen gegen ökologische Fernwärme zu tauschen. Ein zusätzlicher Anreiz sind staatliche Zuschüsse. Hackschnitzelheizungen seien im laufenden Betrieb eine kostengünstige und umweltfreundliche Alternative zu herkömmlichen Heizsystemen, versicherte Schuller. Mit einer Hackschnitzelheizung sei man unabhängig vom Öl und Ölpreis, der CO2-Fußabdruck sei gering.

"Wenn dieses Projekt realisiert ist, gemäß Planung bis Ende 2022, dann werden wir in Ammerthal nach momentaner Berechnung und Anzahl der Anschlussstellen jedes Jahr rund 125 000 Liter Heizöl weniger verbrauchen", sagte Hollederer. Der CO2-Ausstoß werde sich um etwa 370 Tonnen reduzieren. Bürgermeister Anton Peter sicherte seine Unterstützung zu. Er werde das Vorhaben in der nächsten Sitzung des Gemeinderats vorstellen.

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.