Aschach bei Freudenberg
30.03.2021 - 09:19 Uhr

Erstes virtuelles Bockbierfest für Aschach und Immenstetten kommt gut an

Corona-bedingt liegt das gesellschaftliche Vereinsleben auch in Aschach und Immenstetten nun schon seit einem Jahr brach. Warum nicht einen Versuch unternehmen und mit Abstand feiern?, dachte sich der Jugendbeauftragte im Gemeinderat Freudenberg Christian Drexler. Mit Unterstützung der ortsansässigen Vereine und Gruppierungen schaffte er es, annähernd 100 Besucher zum ersten virtuellen Bockbierfest an den Bildschirm zu locken. Zugeschaltet war auch Bürgermeister Alwin Märkl, der sich mit Sebastian Lang aus Kastl als Biersommelier outete.

Drexler rückte in seiner Begrüßung die fünf Wochen dauernde hervorragende virtuelle Vorbereitung jeweils am Freitagabend auf diese Veranstaltung ins rechte Licht. Bevor er für die Ausstrahlung des Programms, in dem verschiedene Akteure aus sechs Räumen zugeschaltet wurden, grünes Licht gab, erinnerte Feuerwehrvorsitzender Klaus Püschl an frühere Bockbierfeste. Die damals beim Nachhauseweg merkliche Wirkung des alkoholischen Getränks erübrige sich diesmal, da man sich ja schon zu Hause befinde, stellte er fest.

Musikalisch eröffnete das virtuelle Bockbierfest die Zoigl-Musi vom Schusterhäusl, weitere Musikeinlagen lieferten die Aschacher Musikanten aus der Hütte von Andreas Nübler sowie Hane und Floh von der „Walzdorf- und Schäfflergruppe“ ab. Letztere begeisterten die Zuschauer auch mit zwei Einlagen aus der Muppet-Show sowie als Bruder Barnabas. Die beiden Biersommeliere Sebastian Lang und Alwin Märkl steuerten ihr Fachwissen zu den Bieren bei. Dabei beurteilten sie auch die Bockbiere der Brauereien Sterk und Märkl sowohl optisch wie geschmacklich. Diese beiden Biere waren auch in einem Brotzeitpackerl enthalten, das den Tag über kontaktfrei bei den Teilnehmern abgegeben worden war, so dass sie sich selbst ihr Urteil über den Chat austauschen konnten.

In ihrem gesellschaftlichen und politischen Rückblick auf das abgelaufene Schicksalsjahr nahmen Thomas Walz und Florian Schäffer so manches Vorkommnis aufs Korn. So zeigten sie sich zuversichtlich, dass anstelle der Mehrfamilienhäuser im Neubaugebiet Aschach doch wieder ein Dorfwirtshaus entsteht. Ebenso sparten sie den Kommunalwahlkampf 2020 nicht aus und baten den Bürgermeister, alle Orte im Blick zu behalten. Angesichts der enormen Tiefe des Kanalbaus in Immenstetten vermuteten sie eine U-Bahn-Anbindung der beiden „großen Versandhäuser“ des Ortes. Viele wüssten auch nicht, dass der „König von Mallorca“ in dem für sein Flair berühmten Aschach zu „Urlaub dahoam“ Einzug gehalten habe.

Rückblickend bilanzierten sie, dass trotz aller Auflagen und Strapazen das dörfliche Leben doch einigermaßen gut abgelaufen sei. Der Beweis zeige sich auch an der über zweistündigen virtuellen Veranstaltung, bei der die Teilnehmer ihren Spaß hatten. Alle waren sich einig, dass diese Veranstaltung ein voller Erfolg war. Allerdings hofften auch alle, dass dies das erste und letzte Bockbierfest dieser Art ist und Corona bald der Vergangenheit angehört. Ein schöner Nebeneffekt: Die katholische Kirchenstiftung Aschach-Raigering darf sich auf aus dem Erlös eine Spende für die Sanierung der Friedhofsmauer in Aschach freuen.

 
Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.