Zum Ende dieses Jahres einen Rückblick auf die Geschehnisse zu geben und zugleich den Blick in die Zukunft zu wagen – sicherlich kein leichtes Unterfangen. Pfarrer Eduard Kroher von der Pfarrei Aschach-Raigering versuchte es trotzdem bei den beiden Jahresabschlussgottesdiensten in Raigering und Aschach. Hat sich doch neben dem gesellschaftlichen auch das kirchliche Leben durch die Corona-Pandemie stark verändert.
"Wer konnte zu Beginn 2020 ahnen, dass im Frühjahr keine öffentlichen Gottesdienste, die Feierlichkeiten zu Ostern nur in einem ganz kleinen Kreis stattfinden können, dass beim Gotteshaus Maskenpflicht herrscht?", fragte der Geistliche. Desinfektion und Abstandhalten seien das Gebot der Stunde. Der Termin der Erstkommunion habe verschoben werden müssen, 13 Taufen hätten nur im engsten Familienkreis stattfinden dürfen, ebenso die 23 stattgefundenen Beerdigungen auf den Friedhöfen Aschach und Raigering. Auch hier hätten gerne mehr Menschen als zugelassen Abschied von einem lieben Menschen genommen. Es habe nur eine Trauung gegeben, was sicherlich auch der Corona-Pandemie geschuldet gewesen sei.
Darüber hinaus bereitet dem Seelsorger die steigende Zahl der Kirchenaustritte Sorge: "Zwölf Pfarrangehörige verließen im vergangenen Jahr die katholische Glaubensgemeinschaft." Pfarrer Kroher rief den Gottesdienstbesuchern ins Gedächtnis, dass trotz aller Einschränkungen durch die Pandemie man nicht vergessen sollte, "dass wir in unserem Land trotzdem im Wohlstand, in Frieden und Freiheit leben dürfen, niemand zu hungern braucht oder die Flucht ergreifen muss". Dafür gelte es Gott zu danken.
Im Jahr 2021 kann die Pfarrei das 50-jährige Bestehen des Pfarrzentrums in Raigering feiern. Geplant ist, am Sonntag, 9. Mai, bei einem Festgottesdienst mit Weihbischof Josef Graf an den Bau des „Zeltes Gottes“ zu erinnern. Derzeit erarbeitet ein Festausschuss ein Programm, das weitere Veranstaltungen vorsieht. Aber auch hier stellt sich die Frage, inwieweit Corona diese zulässt. Am Donnerstag, 10. Juni, wird Domkapitular Thomas Pinzer in der Pfarrkirche St. Josef das Sakrament der Firmung spenden. Kroher teilte mit, dass wegen der Pandemie die Sternsinger daheim bleiben. Ersatzweise können Spenden für die Hilfe für Kinder von Arbeitsmigranten in der Ukraine in den in den Kirchen bereitstehenden Boxen eingeworfen werden. Für die eigenen Häuser- und Wohnungssegnungen liegen gesegnete Weihrauchpäckchen und Türaufkleber mit dem Spruch „C+M+B“ für „Christus mansionem benedicat“ (Christus segne diese Haus ) auf.













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