Obwohl die weltliche Feier Corona-bedingt ausfallen musste, versammelten sich viele Gläubige um den Freialtar bei der Donatuskapelle in Aschach, um mit Pfarrer Eduard Kroher in einem Gottesdienst an das Leben des heiligen Donatus zu erinnern.
Wohl schon seit Jahrhunderten wird im Gebiet um Aschach der heilige Donatus verehrt. Nachforschungen im Zentralarchiv in Regensburg haben ergeben, dass fast auf den Tag genau vor 176 Jahren für den Bau einer Kapelle zu Ehren des heiligen Donatus am Ortsrand von Aschach die bischöfliche Genehmigung erteilt wurde. Seitdem wird alljährlich am dritten Sonntag im Juli das Donatusfest abgehalten.
Wegen der gesetzlichen Auflagen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie musste heuer erneut die beliebte Veranstaltung auf einen Festgottesdienst unter den schattenspendenden Kastanienbäumen beschränkt bleiben. Während auf dem neugotischen Altar in der Kapelle die Figur des heiligen Donatus als Schutzpatron vor Unwetter und Blitzschlag die zentrale Position einnimmt, stehen ihm zur Seite zwei weitere Schutzpatrone, der heilige Florian, der vor Feuersbrünsten bewahren soll, und der heilige Sebastian als Schützer vor der Pest.
Diese Patrone brachte Pfarrer Kroher in seiner Predigt mit dem derzeitigen Zeitgeschehen in Verbindung. Nachdem man bereits im zweiten Jahr mit den Einschränkungen durch die weltweite Coronavirus-Pandemie zu kämpfen habe, kämen nun die fürchterlichen Auswirkungen der Unwetter im Westen Deutschlands und im Berchtesgadener Land hinzu, sagte er. Die Vermutung liegt laut dem Prediger nahe, dass der Bau der Donatuskapelle durch die Aschacher vielleicht auch durch ein derartiges Schadensereignis hervoranlasst worden sei. Habe sich doch bereits an der Stelle, wo heute die Kapelle steht, an einem Baum eine hölzerne, aber schon stark verwitterte Statue des heiligen Donatus befunden habe. "Möge daher der heilige Donatus auch weiterhin seine schützende Hand über unsere Gegend ausstrecken", bat der Geistliche. Vor dem Schlusssegen machte sich Pfarrer Kroher auf dem Weg zum nahen Bolzplatz, um die dort abgestellten Fahrzeuge zu segnen und sie unter den Schutz des heiligen Christophorus zu stellen.
Als kleinen Ersatz für das eigentlich übliche gemütliche Beisammensein boten die Mitglieder des Pfarrgemeinderats Aschach-Raigering den Gottesdienstbesuchern beim Burschenstodl Bratwürste vom Rost, Kuchen, Torten und Kücheln „to go“ an.













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