AsF setzt sich für Gleichberechtigung der Geschlechter ein

Klardorf bei Schwandorf
21.11.2022 - 11:47 Uhr
Die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen traf sich zur Bezirkskonferenz. Das Bild zeigt von links: Nicole Bäumler, Monika Friedl, Karin Frankerl, Brigitte Scharf, Ronja Endres, Peter Wein und Andrea Diermeier.

„Es braucht die AsF mehr denn je“, ist Karin Frankerl (Schwandorf) überzeugt. Die Bezirksvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) kämpft für die Gleichberechtigung der Geschlechter und das Recht des Einzelnen auf ein selbstbestimmtes Leben.

Bei der AsF-Bezirksversammlung am Samstag im Landgasthof Obermeier in Klardorf hinterfragte die bayerische SPD-Landesvorsitzende Ronja Endres das Rollenverständnis in der Gesellschaft und stellte fest: „Die Pandemie hat die Frauen in ihrem Kampf um Gleichberechtigung zurückgeworfen.“ Bayern gehöre zu den Bundesländern mit dem höchsten Risiko für Altersarmut. Der Frauenanteil im bayerischen Landtag liege bei „mageren 26 Prozent“. Die SPD-Politikerin prangert die finanzielle Unterversorgung der Frauenhäuser im Freistaat an und verlangt „ein Angebot von Kliniken, die Abtreibungen ermöglichen“. „Denn sonst bekommen wir Verhältnisse wie in Polen“, ist Ronja Endres überzeugt.

SPD-Bezirksrätin Brigitte Scharf (Erbendorf) schreibt es ihrer Partei auf die Fahnen, „dass die Rentner mit langen Arbeitszeiten und unterdurchschnittlichen Verdiensten jetzt einen Zuschlag auf die Grundrente bekommen haben“. Die Oberpfälzer SPD-Spitzenkandidatin für die Landtagswahlen, Nicole Bäumler (Neustadt/WN), verurteilte die Blockadepolitik der Union beim Bürgergeld. Für den SPD-Kreisvorsitzenden Peter Wein ist „die CSU derzeit außer Rand und Band“. Sie sei gegen sämtliche Maßnahmen der Bundesregierung und brauche deshalb „dringend eine Pause“.

Die Delegierten verabschiedeten einen Antrag zur Schaffung von „Awareness-Räumen“ bei den SPD-Landesparteitagen und Bezirkskonferenzen. Solche Rückzugsorte sollen Menschen schützen, „die sich in ihren Grenzen verletzt fühlen, sei es durch Sexismus, Rassismus oder Diskriminierung“. In einem zweiten Antrag fordert die AsF, die im Koalitionsvertrag beschlossenen „Strategien feministischer Außenpolitik“ konsequent durchzusetzen und auf prekäre Situationen von Frauen in Krisenregionen aufmerksam zu machen. Die SPD-Arbeitsgemeinschaft fordert ferner die Abschaffung des Ehegattensplittings, das den erwerbstätigen Frauen schade und später zu Altersarmut führe. Der AsF gehören automatisch alle weiblichen SPD-Mitglieder an. Die Arbeitsgemeinschaft gliedert sich in die Unterbezirke Weiden und Regensburg sowie den Dachverband auf Bezirksebene.

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