12.11.2018 - 10:19 Uhr
Atzmannsricht bei GebenbachOberpfalz

Bei schönem Wetter kann jeder: Kirwa in Atzmannsricht

Mit Graupel und frostigen Temperaturen stellt der Wettergott die Atzmannsrichter bei ihrer Kirwa auf eine harte Probe. Doch die zehn Paare und die zahlreichen Gäste lassen sich die Feierlaune nicht verderben.

Wegen des widrigen Wetters wird der Atzmannsrichter Kirwabaum mit einem verkürzten Programm ausgetanzt.
von Adele SchützProfil

Gemäß den Worten von Ortsprecher Werner Kohl „Bei schönem Wetter kann ja jeder“ trotzten die Atzmannsrichter dem widrigen Wetter. Die Kirwaleut' nahmen bei der Organisation ihres Festes vieles selber in die Hand, tatkräftig unterstützt von Feuerwehr und Dorfgemeinschaft. Die zehn Kirwapaare studierten unter der Leitung von Stefan Gericke ihre Tänze wochenlang intensiv ein.

Bereits einen Tag vor dem offiziellen Start trafen sich die Kirwaleut' mit den zahlreichen Helfern zur Vorkirchweih beim Fenk-Wirt. Tags darauf half das ganze Dorf beim Baumaufstellen zusammen – heuer das erste Mal aufgrund der Sicherheitsbedenken und einer Sturmwarnung mit Kran-Unterstützung. Nach getaner Arbeit zeigten sich die Atzmannsrichter mächtig stolz auf ihren Kirwabaum, den in diesem Jahr der Simmerl-Hof gestiftet hat. Im Kirwatext am Baumstamm hatten sich die Burschen verewigt, während die Moidln die Kränze mit bunten Bändern schmückten. Abends ging es im proppenvollen Kirwastodl von Werner Kohl mit der Gruppe „Die Vierlinge“ bis tief in die Nacht hinein rund.

Tags darauf bewiesen alle viel Durchhaltevermögen und besuchten nach einer kurzen Nacht den 9.30-Uhr-Gottesdienst, den Pfarrer Christian Schulz in der Nebenkirche St. Wolfgang zelebrierte. Die Lieder begleitete Michaela Stauber auf der Orgel.

Der Wettergott ist bestimmt kein Atzmannsrichter. Denn pünktlich zum Start des nachmittäglichen Baumaustanzens war es nicht nur erbärmlich kalt. Graupel kam hernieder und machte das Verweilen im Freien für die Kirwapaare und die tapfer am Dorfplatz ausharrenden Gästen nur eingeschränkt zumutbar. So wurde die Zahl der Tänze deutlich eingekürzt. Unter den Klängen der Hoglbouchan wurden schließlich Marion Giehrl und Johannes Kraus zum neuen Oberkirwapaar gekürt. Schnellstens zogen Kirwapaare und Besucher bei musikalischer Begleitung zur gut beheizten Kirwahalle, wo bei Kaffee und Kuchen zünftig weitergefeiert wurde.

Der Mittagstisch am Montag wurde von den Gästen, darunter wieder viele Firmen, bestens angenommen. Ebenso der Kaffeeplausch am Nachmittag. Am Abend spielte die Winterleit’n-Musi zünftig auf. Bei der Baumverlosung fanden viele Preise einen neuen Besitzer. Manuel Kohl moderierte beschwingt die Ziehung der Gewinne, besonders motiviert durch Bussis vom Oberkirwamoidl Marion. Der Baum ging schließlich an Sebastian Kraus. Bis tief in die Nacht feierten die Kirwaleute weiter, bevor es zum Abschluss zum Frühstück beim Oberkirwaburschen Johannes Kraus ging.

Wacker trotzen die zehn Kirwapaare den frostigen Temperaturen und Graupelschauern beim Baumaustanzen am Dorfplatz. Dann geht es schnell in die warme Kirwahalle von Werner Kohl.

Oberkirwapaar sind Marion Giehrl und Johannes Kraus.

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