Anna und Richard Lehner aus Auerbach sind nun schon 70 Jahre verheiratet und haben ihre Gnadenhochzeit gefeiert. Dazu gratulierten unter anderem Bürgermeisterin Birgit Barth im Namen der Stadt und der Frauen-Union, Pfarrer Marek Flasinski und Pfarrgemeinderatsvorsitzender Eugen Eckert für die katholische Kirchengemeinde sowie der Vorsitzende der CSU Auerbach, Bernhard Hinteregger.
Das Jubelpaar lernte sich Anfang der 1950er-Jahre kennen. Beide waren Mitglieder der katholischen Landjugend und besuchten das Pfarrfest, das damals noch auf dem Sportplatz des SC Glückauf stattfand. Daran erinnern sich der heute 91-Jährige und die 89-Jährige noch gut. Zu dieser Zeit zog Richard Lehner, geboren in Zogenreuth, mit seinen Eltern nach Auerbach, wo sie in der Josefsiedlung ein Haus bauten. So war er seiner zukünftigen Braut näher, die er 1956 heiratete.
Das Ehepaar erinnert sich gut daran, dass vor der Hochzeit das Einverständnis der Brauteltern notwendig war. Denn Anna Lehner war damals erst 19 Jahre alt – im Jahr 1956 galt man damit noch nicht als volljährig. „So eine Gnade zu haben und sich so lange zu lieben, das ist schon fast ein Wunder“, sagte Pater Marek Flasinski. Die Zugehörigkeit zur katholischen Pfarrgemeinde und der katholische Glaube bestimmten auch maßgeblich das Eheleben des Jubelpaares. Anna Lehner war ehrenamtlich im Frauenbund aktiv und beteiligte sich unter anderem am Besuchsdienst der Caritas Auerbach. Richard Lehner war Mitglied im Pfarrgemeinderat und Kirchenrat sowie 50 Jahre lang Obmann der Marianischen Männerkongregation. Ebenso lange engagierte er sich für die Pinzigbergkapelle bei Ohrenbach. Sie zu erhalten und deren Umfeld zu gestalten, war ihm eine Herzensangelegenheit und mit viel Arbeit verbunden.
Heute zählt die Kapelle und ihr Umfeld zu den schönsten Orten in Auerbach. Seit mehr als 50 Jahren ist er Mitglied der Auerbacher CSU, während seine Frau sich für die Frauen-Union engagierte. „Sie ist die gute Seele der Frauen-Union“, sagte Birgit Barth. Beruflich machte der Jubilar – ein gelernter Zimmermann – Station in der ehemaligen Bulag, im Auerbacher Bergwerk und bei Grundig in Fürth, bevor er bei der Firma Weigand (später AMS) einstieg. Dort bildete er sich weiter und arbeitete bis zu seiner Rente als Produktionsleiter. Die gelernte Friseurin Anna kümmerte sich um die Kinder und später auch um die pflegebedürftigen Eltern und erledigte nebenbei Heimarbeit für AMS. Zur Familie gehören drei Söhne, vier Enkelkinder und drei Urenkel. Auch sie gratulierten dem Ehepaar.













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