Der dritte Auerbacher Grubenadvent im Ortsteil Nitzlbuch begeisterte auch heuer wieder Jung und Alt mit seinem liebevoll gestalteten Ambiente. Das ehemalige Erzbergwerk mit den beiden Fördertürmen, das jetzt als Museum genutzt wird, bietet eine außergewöhnliche Kulisse. Trotz beständigen leichten Regens ließen sich die Besucher nicht davon abhalten, die vielen kunstgewerblichen Stände zu bestaunen und sich von den verschiedenen kulinarischen Köstlichkeiten verwöhnen zu lassen. Dazu der Vorsitzende des Fördervereins, Michael Grüner: „Wir legen großen Wert darauf, dass dies kein Weihnachtsmarkt mit gewöhnlichen Angeboten ist und dass die Fieranten auch aus der Region stammen.“
Das macht den Unterschied und die Attraktivität dieses Marktes im Vergleich zu vielen anderen. Eine junge Familie aus Michelfeld äußerte sich begeistert: "Wir waren vergangenes Wochenende in Rothenburg ob der Tauber. Diese Fahrt hat sich nicht gelohnt. Wozu in die Ferne schweifen, sieh das Gute liegt so nah. Schade ist nur, dass es nur an einem einzigen Adventswochenende stattfindet.“
Ein halbes Rind für die Suppe
"Andernorts ist alles lieblos aufgezogen. Hier gibt es Liebe zum Detail wie die Tannenbaum-Bistro-Tische", bestätigt auch eine andere Besucherin. Die Möbelstücke hat ein Mitglied des Fördervereins selbst geschreinert. Sie vertragen auch eine etwas größere Runde an Essern und Trinkern als herkömmliche Stehimbiss-Tische.
Neben den üblichen Steaksemmeln, Bratwürsten und Glühweinschänken bietet der Landesbund für Vogelschutz einen Stand mit Roggenbrötchen, die mit Gulaschsuppe gefüllt sind. Bemerkenswert ist die Herkunft des Fleischs, das für diese Suppe verwendet wird. Es stammt von nachgezüchteten Auerochsen, die rund um die früheren Maffei-Gruben weiden. Wolfgang Wiesent, der mit Peter Danninger die Suppe ausschenkt, berichtet, dass es derzeit 45 Tiere auf dem Gelände sind. "Der Landesbund für Vogelschutz hat es gekauft. In erster Linie geht es uns damit um zwei Dinge: Erstens um die Erhaltung des Geländes und zweitens um die Erhaltung der Grubenweihnacht. Das ‘Nebenprodukt' ist sozusagen das Fleisch, das in besagter Gulaschsuppe verwertet wird.“ Für den Kreislauf der guten Tat. Ein halbes Rind wurde dafür verarbeitet und zog mächtig viele hungrige Leute an.
Finanzieller Rettungsanker
Über die Bedeutung des Grubenadvents für das Bergbaumuseum äußert sich Vorsitzender Michael Grüner: "Der Weihnachtsmarkt ist der finanzielle Rettungsanker für die Erhaltung des Betriebs und der Investitionen. 250 ehrenamtliche Helfer sorgen für dieses weihnachtliche Flair in den drei Tagen. Zusätzlich noch 60 Leute von den Feuerwehren aus der Umgebung." Heuer unterstützten die Feuerwehren aus Ranna, Nitzlbuch, Nasnitz, Michelfeld, Gunzendorf und Ranzenthal die Veranstalter.
Nach dem Auftakt am Freitagabend befürchteten manche am Samstag aufgrund der Wetterlage Einbußen. Die Fierantin Susanne Peters aus Bamberg, die Bastelartikel mit viel Upcycling anbietet, meinte zu Beginn des zweiten Tags: "Bei dem Wetter erwarte ich nicht viel." Aber schon zwei Stunden später strahlte sie und revidierte ihre trübe Prognose. Viele Gäste auch aus dem erweiterten Umland - sie kamen zum Beispiel aus dem Nürnberger Land, Bayreuth bis Marktredwitz - hatten den Weg zu ihr in den Schaustollen gefunden. Bleibt zu hoffen, dass der Zustrom im kommenden Jahr nicht ausbleibt. Wo sonst gibt es so gut organisierte Märkte mit freiem Eintritt und kostenlosen Parkplätzen in unmittelbarer Nähe des Haupteingangs zum Markt?





































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