10.08.2018 - 15:19 Uhr
AuerbachOberpfalz

Cherry drückt die Spatenstich-Taste

Der Auerbacher Bürgermeister lässt schon mal den Sekt kaltstellen: Die Firma Cherry errichtet ihren neuen Firmensitz im Industriegebiet Saaß. Jetzt steht der Termin für den Spatenstich fest.

Im Industriegebiet Saaß bei Auerbach errichtet Cherry seinen neuen Firmensitz. Es entstehen Bürogebäude und eine Produktionshalle. Kostenpunkt: 16 Millionen Euro.
von Uli Piehler Kontakt Profil

Die Stadtverwaltung hat am Freitag die Einladung zu einem "besonderen und ausgesprochen erfreulichen Ereignis" verschickt: Für Montag, 20. August, 9 Uhr, ist der Spatenstich für den Neubau der Firmenzentrale der Cherry GmbH in Saaß bei Michelfeld terminiert. Wie berichtet, war das Unternehmen schon vor etwa zwei Jahren auf Standortsuche gegangen, nachdem sich abgezeichnet hatte, dass es für die aktuell rund 300 Mitarbeiter auf dem ZF-Campus in Auerbach zu eng wird. Cherry ist bei ZF eingemietet, der Mietvertrag läuft Ende 2019 aus.

Im November 2017 hatte Manfred Schöttner, der geschäftsführende Gesellschafter der Cherry GmbH, das geplante Projekt im Auerbacher Stadtrat vorgestellt. "Cherry will wachsen" erklärte Schöttner damals und erinnerte an das Gründungsjahr 1953. "Da begann die weltweite Ausbreitung des Elektronikunternehmens mit 18 Standorten und die Produktion von Schaltern in Auerbach." Am Zeitplan für Neubau und Umzug hat sich seitdem nichts Gravierendes geändert. Im vierten Quartal 2019 soll alles so weit fertig sein, dass die Produktion der MX-Schalter (spezielle Tastentechnik für Computer-Tastaturen) zum Jahresbeginn 2020 im neuen Gebäudekomplex starten kann. Cherry war auch in anderen Kommunen auf Standortsuche gegangen. Laut Firmensprecher Michael Schmid unter anderem im benachbarten Pegnitz (Kreis Bayreuth) und in Röthenbach bei Lauf (Kreis Nürnberger Land). Letztendlich habe sich Auerbach durchgesetzt. "Das war immer unser Wunschstandort", sagte Schmid am Freitag. Die Investitionskosten liegen laut Schmid im zweistelligen Millionenbereich. Geschäftsführender Gesellschafter Schöttner hatte bei der Vorstellung des Bauantrags von rund 16 Millionen Euro gesprochen. Die Planungen seien in den letzten Wochen und Monaten noch etwas abgeändert worden. "Die Gebäude werden ein bisschen anders ausgelegt." Von einer abgespeckten Version gegenüber der Ursprungsplanung könne aber keine Rede sein. Cherry will die Immobilie von einem Investor errichten lassen und sich danach einmieten.

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