Bei einer außerordentlichen Hauptversammlung am 22. Mai will die Cherry SE über eine Aktienzusammenlegung entscheiden. Man wolle so Verluste bilanziell ausgleichen und die Gesellschaft wieder kapitalmarktfähig machen. Das berichtet die Aktiengesellschaft nach europäischem Recht in einer Mitteilung. Aktuell notiert die Aktie an der Börse deutlich unter einem Euro. Der Vorstand plant deshalb die Zusammenlegung von vier Aktien zu einer, um später „Finanzierungsmöglichkeiten für die Umsetzung weiterer Restrukturierungs- und Wachstumsmaßnahmen“ zu schaffen, wie es in der Mitteilung heißt. Die ordentliche Hauptversammlung dagegen verschiebe sich wegen einer Verzögerung bei der Erstellung des Jahresberichts – dieser solle nun am 15. Juli veröffentlicht werden. Grund für die Verspätung ist der Wechsel des Abschlussprüfers: Ein Gericht hat im Januar KPMG zur Wirtschaftsprüfung bestellt.
Cherry, gegründet im Jahr 1953, ist ein Hersteller von Computer-Eingabegeräten wie mechanischen Tastaturen, Mäusen, Mikrofonen und Headsets sowie Hardware- und Software-Lösungen im Bereich Digital Healthcare. Cherry steuert sein operatives Geschäft vom Hauptsitz in Auerbach aus. In der jüngeren Vergangenheit hatte Cherry mit einem deutlichen Rückgang des Umsatzes zu kämpfen und schrieb operative Verluste, weshalb die Produktion in Auerbach eingestellt und die Fertigung nach China verlagert wurde.













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