03.09.2020 - 14:33 Uhr
AuerbachOberpfalz

Entscheidung für ein Leben im Kloster getroffen

Drei junge Frauen bekennen sich am Samstag zum Orden der Schulschwestern. Zu einem besonderen Gottesdienst wird der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick in Auerbach erwartet.

Ihr zeitliches Gelübde legen am Samstag die Schwestern (von links) Ida-Maria Kastner und Maria Veronika Gresik in der Klosterkirche in Auerbach ab.
von Autor SCKProfil

Am Samstag gedenkt die katholische Kirche der Mutter Teresa von Kalkutta, die 2016 von Papst Franziskus heiliggesprochen wurde. An diesem Tag tritt Regina Fleischmann im Mutterhaus der Schulschwestern von Unserer Lieben Frau zur Einkleidung an den Altar, während die Schwestern Ida-Maria und Maria Veronika vor dem Bamberger Erzbischof Ludwig Schick die Ordensgelübde auf Zeit ablegen.

Die Postulantin Regina Fleischmann will sich in einem zweijährigen Noviziat in das klösterliche Leben der Ordenskongregation einfinden. Die junge Frau wuchs in der Schweiz in einem Dorf nahe Zürich auf und begann mit 16 Jahren eine Lehre als Automatikerin. In Deutschland ist das mit dem Beruf der Elektromechanikerin vergleichbar. Sie strebte ein Studium der Elektrotechnik an und machte dazu ihr Fachabitur. Doch schon gegen Ende der Ausbildung spürte sie immer mehr den Wunsch, in ein Kloster einzutreten.

Von dieser Zeit erzählt sie: „Eine Freundin lernte die Schulschwestern auf einer Wallfahrt kennen und wurde von ihnen eingeladen. Sie wusste, dass ich mich mit dem Gedanken befasste, Ordensschwester zu werden. Als meine Freundin ins Mutterhaus nach Auerbach fuhr, begleitete ich sie. Bei den Schulschwestern gefiel es mir sehr gut. Nach einem erneuten Besuch beschloss ich, für ein Jahr im Kloster zu wohnen und zu arbeiten, um die Gemeinschaft besser kennenzulernen und zu prüfen, ob ich mich ihr anschließen möchte.“

Schnell habe sie sich wohl, ja sogar zu Hause gefühlt. „Als Tätigkeitsbereich wurde mir der Garten zugewiesen, woran ich – obwohl unerfahren – sofort Gefallen fand. Ich genoss es, im Freien zu sein und mit Pflanzen zu arbeiten", berichtet Regina Fleischmann. Und fasst zusammen: "Die Lebensweise der Schwestern sagte mir sehr zu.“

Die tägliche Messfeier und die Anbetung wuchsen ihr schnell ans Herz. Es dauerte nur einige Wochen, dann wusste sie: „Hier ist mein Platz.“ Im Mai 2019 wurde sie in die Kandidatur aufgenommen. Seit Februar 2020 bereitete sie sich schließlich im Postulat auf die Einkleidung vor. Nun freut sie sich "riesig darauf, das Noviziat bei den Schulschwestern zu beginnen".

Diesen Schritt haben die Sozialpädagogin Franziska Gresik und die Zahnärztin Dr. Ida-Maria Kastner vor zwei Jahren getan. Seitdem trägt Franziska Gresik aus Bayreuth den Ordensnamen Schwester Maria Veronika. Aus Ida-Maria Kastner wurde Schwester Ida-Maria. Das erste Jahr im Noviziat diente dazu, in die Spiritualität der Schulschwestern, besonders in das Gebetsleben, hineinzuwachsen. Im zweiten Noviziatsjahr arbeiteten beide in ihren erlernten Berufen: Schwester Ida-Maria in der Zahnarztpraxis Ixmann und Schwester M. Veronika im Kinderhort St. Josef.

Ihre Erfahrungen im Noviziat haben beide bestärkt, den eingeschlagenen Weg weiter zu gehen. In der zeitlichen Profess geloben sie Keuschheit, Armut und Gehorsam. „Gott ist die Liebe und ruft zur Liebe, die ich mit der Ganzhingabe an Gott beantworten will, nachdem meine persönliche Beziehung zu Christus immer tiefer geworden ist“, sagt Schwester Ida-Maria. Schwester M. Veronika will sich der Lebensform Christi noch enger anschließen. Die beiden Frauen vertrauen dabei nicht auf ihre eigenen Kräfte und Fähigkeiten, sondern auf die Treue Christi, der die große Liebe ihres Lebens geworden ist.

Nach der Profess wird Schwester Ida-Maria wieder ihre Arbeit in der Zahnarztpraxis aufnehmen. Schwester Veronika verstärkt die Niederlassung der Schulschwestern im österreichischen Wallfahrtsort Maria Schutz.

Drei junge Frauen und ihr Weg ins Kloster

Auerbach
„Hier ist mein Platz“, sagt Regina Fleischmann über das Kloster, in dem sie ihr zweijähriges Noviziat antritt.
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.