Der langjährige Auerbacher Stadt- und Kreisrat und Inhaber zahlreicher Ehrenämter, Eugen Eckert, hat am Sonntag seinen 80. Geburtstag gefeiert.
Bürgermeisterin Birgit Barth gratulierte nicht nur im Namen der Stadt Auerbach, sondern auch als langjährige Weggefährtin Eckerts in der Auerbacher CSU und im kirchlichen Ehrenamt. Da wurde auch gescherzt: „Das Erste, was ich von dir gelernt habe, war, dass Straßen nicht geteert, sondern asphaltiert werden“, sagte sie. Es sei bewundernswert, mit welcher Tatkraft und Sachverstand Eckert die Dinge angegangen sei. Der Jubilar und die Bürgermeisterin kennen sich schon lange, vor allem aus ihrer Zusammenarbeit im katholischen Pfarrgemeinderat und aus der Frauen-Union.
Noch heute gilt Eckert als „Hebamme“ der Frauen-Union, da er maßgeblich an deren Gründung beteiligt gewesen sei. „Ich hätte nicht gedacht, dass ich dir mal als Bürgermeisterin zum Geburtstag gratulieren darf“, sagt Barth zum Jubilar.
Unter dem damaligen Bürgermeister Hanni Haberberger zog 1990 der damals 44-jährige Eckert für die CSU in den Stadtrat ein. Er war damals CSU-Ortsvorsitzender, und es lag deshalb schon fast auf der Hand, dass er die Stadtpolitik mitbestimmen wollte. „Ich wollte damals mitgestalten und mitarbeiten“, sagt Eckert. „Die Stadt zu einem gemütlichen Wohnzimmer machen“, sagte er vor sechs Jahren in einem Interview, als er nach 30 Jahren nicht mehr für den Stadtrat kandidierte und auch nach 24 Jahren Kreisrat im Kreistag Amberg-Sulzbach Jüngeren den Vortritt lassen wollte.
Der Jubilar ist jemand, der nie die Scheu vor einem Ehrenamt hatte, Worten Taten folgen ließ und viele Ehrenämter übernahm. „Das war und ist ein wichtiger Faktor in der heutigen Gesellschaft“, sagt Eckert. Er lebte seine Überzeugung auch vor, ohne sich dabei in den Mittelpunkt stellen zu wollen, und tut das auch noch heute, insbesondere im christlich-caritativen Bereich. Im Jahr 2000 wurde er Vorsitzender des Pfarrgemeinderats. Zehn Jahre später trat er als stellvertretender Vorsitzender des Caritasvereins in die Fußstapfen von Anton Paulus, was eine große Verantwortung bedeutete. Eckert engagiert sich im Flüchtlingshelferkreis und ist zudem noch Aufsichtsrat der Caritas Bayreuth.
Selbst im vergangenen Jahr noch war ihm das Ehrenamt nicht zu viel, und er beerbte das Amt des Kirchenpflegers von Wilhelm Schelz. Dass er dann noch Mitglied in mehreren Vereinen ist und den Stadtverband Auerbach seit 1994 als Vorsitzender führt, vervollständigt die lange Liste des ehrenamtlichen Engagements. Dass er 2020 bei seinem Ausscheiden als Stadtrat sagte, dass er es „etwas langsamer angehen möchte“, und von „ein bisschen Ehrenamt“ sprach, darf man als Untertreibung ansehen. Die Energie, etwas zu bewirken, hat er auch heute als 80-Jähriger noch. „Wichtig ist, dass man noch fit ist und was machen kann“, so sein Wunsch an seinem runden Geburtstag.













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