02.07.2021 - 11:18 Uhr
AuerbachOberpfalz

Feuerwehr Auerbach bringt neues Fahrzeug heim und ist unterwegs gefordert

Nach eineinhalb Jahren Vorlauf holt die Feuerwehr Auerbach ihr neues Fahrzeug ab. Doch schon nach 14 Kilometern muss sie einen Zwischenstopp einlegen.

Kommandant Sven Zocher hält einen symbolischen Schlüssel in den Händen. Mit ihm freuen sich Bürgermeister Joachim Neuß und Feuerwehr-Referent Josef Lehner über das neue LF 20.
von Jürgen MaschingProfil

Für den Empfang ihres neuen Einsatzfahrzeugs am Gerätehaus hätte sich die Feuerwehr Auerbach ein besseres Wetter gewünscht. Pünktlich zur Ankunft am späten Donnerstagnachmittag, 1. Juli, begann es zu regnen, doch das hielt viele Aktive, Freunde und auch Bürgermeister Joachim Neuß nicht ab, das neue Löschgruppenfahrzeug 20 (LF 20) zu begrüßen.

„Die Ausschreibung für das Fahrzeug ging im September 2019 hinaus“, blendete Kommandant Sven Zocher zurück. Viele Stunden hätten sein Fahrzeugteam und die Kameraden der Feuerwehr Hirschau, die das baugleiche Fahrzeug bekam, bei der Planung verbracht. Entschieden haben sie sich für ein Fahrzeug mit einem MAN-Fahrgestell und einem Aufbau von der Firma Rosenbauer aus Luckenwalde. „Das neue LF20 ist für den ersten Löschzug zur Brandbekämpfung vorgesehen“, erklärte Zocher. „Schaummittel und auch die zusätzliche, erweiterte Gefahrgutausrüstung sind besonders bei den Einsätzen in der örtlichen Industrie nötig.“

Das neue Löschgruppenfahrzeug löst das 32 Jahre alte LF 24 aus dem Jahr 1988 ab, das bereits außer Dienst gestellt wurde. Es wird nun zum Verkauf ausgeschrieben. Der Preis für das neue LF 20 beträgt knapp 400 000 Euro. Eingerechnet sind dabei bereits die Förderung vom Freistaat Bayern, dem Landkreis Amberg-Sulzbach und die interkommunale Förderung für die gemeinsame Beschaffung mit der Feuerwehr Hirschau.

Bürgermeister Joachim Neuß freute sich über "das wunderbare Neufahrzeug", betonte aber auch: „Wir haben es genau rechtzeitig vor Corona bestellt. 2020 hätte es die Stadt nicht mehr bestellt.“ Kreisbrandinspektor Hans Sperber und der Feuerwehrreferent der Stadt Auerbach, Josef Lehner, waren bei der Begrüßung ebenfalls dabei.

„Zum Glück war unser Fahrzeug bereits komplett ausgestattet, und wir hatten auch Sanitäter dabei“, schilderte Sven Zocher einen Zwischenfall auf der Fahrt nach Auerbach. Nachdem das Fahrzeugteam mit dem LF 20 den Hof der Firma Rosenbauer verlassen hatte, folgte nach genau 14 Kilometer ein unvorhergesehener Zwischenstopp. „Der Unfall war nicht einmal eine Minute alt“, berichtete Rettungssanitäter Markus Kirzdörfer, der mit im Fahrzeug saß. In einer Kurve hatte sich eine junge Rollerfahrerin mit ihrem Sozius auf die Straße gelegt. Die Feuerwehrleute leisteten sofort Erste Hilfe, setzten den Notruf ab und sicherten bis zum Eintreffen der örtlichen Rettungskräfte die Unfallstelle ab. Verständigungsprobleme soll es in der Nähe des brandenburgischen Luckenwalde nach ersten Informationen keine gegeben haben. Danach ging es ungestört weiter in Richtung Oberpfalz.

Hier müssen jetzt alle Aktiven der Feuerwehr Auerbach am LF 20 eingewiesen werden. „Da der Aufbau und das Equipment nahezu gleich sind zu unserem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug, geht dies recht schnell über die Bühne“, ist Sven Zocher sicher.

Feuer in einer ehemaligen Metzgerei mitten in Auerbach

Auerbach
Hintergrund:

Technische Daten des neuen LF 20

  • 286 PS
  • Gesamtgewicht 16 Tonnen
  • Tankinhalt 2400 Liter Wasser
  • 200 Liter Schauminhalt
  • Pumpenleistung 3000 Liter Wasser pro Minute

 

 

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