Der frühere Auerbacher Stadtrat- und Kreisrat und langjährige Zweite Bürgermeister der Stadt, Georg Gsell, ist bereits am 29. November in der St.-Johannes-Klinik im Alter von 83 Jahren verstorben. Um ihn trauern drei Söhne mit ihren Familien. Die Trauerfeier ist am Freitag, 15. Dezember, um 14.30 Uhr in der St. Leonhard-Kirche in Michelfeld.
Gsell wurde in Schleichershof bei Auerbach geboren. Später zog er mit seiner vor zwei Jahren verstorbenen Ehefrau Klara auf den Weiler Saaß zwischen Michelfeld und Auerbach, baute dann aber im Auerbach neu in einem Neubaugebiet. Gsell arbeitete nach einer Lehre zehn Jahre zunächst bei MAN in Nürnberg und später in der KSB Pegnitz in seinem gelernten Beruf als Spengler und Installateur.
1967 trat Gsell in einen neuen Lebensabschnitt ein, in dem er zur Grenzpolizei ging. Im Anschluss an die Ausbildung folgte der Einsatz bei der Bereitschaftspolizei. Er war unter anderem auch nach dem Attentat bei den Olympischen Spielen in München im Einsatz. Später arbeitete er in der Polizeiinspektion Auerbach, hauptsächlich als Verkehrssachbearbeiter. Seinen Dienst musste er aber 1991 wegen eines Unfalls quittieren und es folgte die vorzeitige Pensionierung.
Als Mitglieder der SPD Michelfeld stellte sich Gsell erstmals 1978, dem Jahr der Gebietsreform, der Kandidatur als Stadt- und Kreisrat. Doch erst 1990 zog er in den Stadtrat ein und wurde auch in den Kreistag Amberg-Sulzbach gewählt. In der zwölfjährigen Amtszeit von Bürgermeister Helmut Ott war Gsell Zweiter Bürgermeister. Im Stadtrat von Auerbach und im Kreistag war Gsell bis 2014 vertreten. Dem Michelfelder SPD-Ortsverein stand er mehrere Jahre als Vorsitzender vor. Zudem engagierte er sich in der örtlichen Soldaten- und Reservistenkameradschaft.
Gsell galt als Kommunalpolitiker der klaren Worte, der manchmal seine Meinung auch mit Nachdruck vertrat. Er setzte sich vor allem für den Auerbacher Ortsteil Michelfeld ein, hatte aber stets das Gemeinwohl der Stadt als Ganzes im Blick.



















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