11.07.2018 - 17:49 Uhr
AuerbachOberpfalz

Kleine Band mit großem Sound

Richard Roblee´s Very Little Big Band begeistert in der Christuskirche bei der Reihe Pegnitzer Sommerkonzerte

Auch mit ihren Eigenkompositionen brillieren Matthias Grabsch (rechts) mit Posaune und Bass-Posaune und Jürgen Hahn (links) mit Trompete und Flügelhorn. Power auch mit 75 Jahren: Richard Roblee mit Posaune und Gesang.

(cs) Eine vollbesetzte Christuskirche und nachhaltiger Beifall als Vorschusslorbeeren erwartete die inzwischen alt bekannte Richard Roblee´s Very Little Big Band bei ihrem Auftritt im Zuge der Pegnitzer Sommerkonzerte. „Sie gehören fast zum Inventar und sind für viele einer der Höhepunkte dieser nunmehr 47. Veranstaltungsreihe“, freute sich Pfarrerin Helga von Niedner mit den Besuchern, meist aus dem Raum Pegnitz, darunter auch Regionalbischöfin Dorothea Greiner, über das achte Gastspiel dieser drei Virtuosen an ihren Blechinstrumenten.

Um es gleich vorneweg zu nehmen, sie sind auch im nächsten Jahr wieder im Programm der Pegnitzer Sommerkonzerte zu finden. Damit die kleinste Big Band der Welt dabei sein kann, wird die Eröffnung am 21. Juli 2019 ausnahmsweise nach Auerbach verlegt, informierte Dekanatskantor Jörg Fuhr das Publikum. Noch unter dem Eindruck dieses musikalischen Höhepunkte mit Jazz und Swing vom Feinsten nach dem Motto „Freiheit der Musik“ gab dieser zu bedenken: „1938, vor 80 Jahren, war diese Musik als artfremd verboten gewesen.“

Mit „Glory, Glory Hallelujah“ als Auftakt konnte der in Seattle geborene Posaunist Richard Roblee, Professor für Jazz und Big Band an der Hochschule für Musik in Würzburg, gleich die Zuhörer auf das Repertoire bis hin zur sakralen Klängen einstimmen, die in den zwei Stunden nicht müde wurden ihre Begeisterung wie auch immer zu artikulieren: von lautstarkem Beifall, spontanem Klatschen bei Soloeinlagen und Eigenkompositionen der drei Musiker, Wippen mit den Füßen bis hin zum Swingen mit dem ganzen Körper. Aber auch durch Mäuschenstille und Lauschen. „Oh freedom“ und „Down by the Riverside“ galten der Erinnerung an den 75. Todestag von Martin Luther King.

Bestens angekommen ist auch die im Jazzsound verpackte Hommage an die Auerbacher Bergbautradition mit dem Bergmannslied „Glück auf, der Steiger kommt“ durch Richard Roblee. Er sorgte zum Ende hin auch als Sänger unter Einbindung des Publikums für ein emotionales Erlebnis mit dem Protestsong aus der Zeit der US-amerikanischen Friedens- und Bürgerrechtsbewegungen der 1960er-Jahre „We shall over come“.

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