03.09.2021 - 15:03 Uhr
AuerbachOberpfalz

Ja zum Orden der Schulschwestern in Auerbach auf Lebenszeit

Nach zwei Jahren im Noviziat und drei Jahren zeitlicher Profess fühlen sich Schwester M. Hannah und Schwester M. Esther bereit für das ewige Ordensgelübde.

Vor der Mutterhauskirche erwarten (von links) Schwester M. Hannah, Kreuzträgerin Lena Maier, Schwester M. Esther, Generaloberin Mutter Anežka Bednarová, Provinzoberin M. Lucilla Hauser und der Hausgeistliche, Monsignore Karl Ellmann, den Bamberger Erzbischof Ludwig Schick.
von Autor SCKProfil

Zum zweiten Mal innerhalb einer Woche besuchte Erzbischof Ludwig Schick das Auerbacher Mutterhaus der Schulschwestern von Unserer Lieben Frau. Der Bamberger Oberhirte stand der Professfeier vor, in der Schwester M. Esther Borstner und Schwester M. Hannah Walter ihr Ordensgelübde auf Lebenszeit ablegten.

Vor der Klosterkirche Mariä Himmelfahrt empfingen die Schwestern den hohen Gast mit Gesang, gereimten Versen und einem Orchideenstock, den die siebenjährige Kreuzträgerin Lena Maier überreichen durfte. Ihr verriet der Bischof, dass die Orchidee und die Rose seine Lieblingsblumen seien. Dann schritt er den von Blumen umrandeten, roten Teppich hinauf zur Klosterkirche.

Mit fünf Geschwistern ist Schwester M. Esther in Klagenfurt/Kärnten aufgewachsen. Sie beschreibt ihre Familie als religiös; Gebet und Messe hätten ganz selbstverständlich dazu gehört. Den Wunsch, ihr Leben Christus zu schenken, kannten ihre Angehörigen bereits und seien deshalb nicht überrascht gewesen, als sie ihn wahr machte.

Schwester M. Hannah stammt aus dem Wallfahrtsort Mindelstetten, wo das Grab der Heiligen Anna Schäffer in der dortigen Pfarrkirche alljährlich viele Wallfahrer anzieht. Sei hat den Beruf der Werkzeugmacherin erlernt und arbeitete bei Audi in Ingolstadt. Den Wunsch, Ordensfrau zu werden, verspürte sie im Gebet: "Ich erfuhr es als beglückende Wirklichkeit, von Gott geliebt zu werden." Nachdem sie Auerbacher Schulschwester kennen gelernt, kam sie öfter ins Mutterhaus zu Besuch, wo es ihr immer besser gefiel. Nach den zwei Jahren im Noviziat und den drei Jahren des zeitlichen Gelübdes entschied sie sich, dem Orden auf Lebenszeit anzugehören.

In der Messe sprachen Schwester M. Esther und Schwester M. Hannah laut und deutlich "Ich bin bereit". Der Generaloberin, Mutter Anežka Bednarová aus dem tschechischen Königgrätz, versprachen sie Treue zur Kongregation und gelobten ehelose Keuschheit, Armut und Gehorsam für ihre ganze Lebenszeit. Zum äußeren Zeichen Hingabe an den "ewigen Bräutigam" Jesus Christus erhielten sie von Erzbischof Schick mit den Worten "Nehmen Sie diesen Ring entgegen! Halten Sie Christus, dem Bräutigam, die Treue, damit Sie zum ewigen Hochzeitsmahl gelangen!“ den Ring und den Brautkranz.

Die Liebe Gottes und Jesu Christi ebenso wie die Liebe zu ihnen sei für das aktive Wirken der Ordenschristen das A und O: „Wer nicht geliebt wird, kann nicht lieben!“ Wer sich von Gott geliebt weiß, könne auch selbst eine wirklich Liebende oder ein wirklich Liebender werden. So war sein Rat an für die beiden Frauen, immer wieder die Erfahrung der Gottesliebe in Gebet und Gottesdienst zu suchen: „Scheuen Sie sich nicht, sich für Gebet und Gottesdienst Zeit zu nehmen!“

Schulschwestern Auerbach nehmen drei Novizinnen auf

Auerbach
Nach der Feier der ewigen Profess versammeln sich die Beteiligten auf den Stufen vor der Mutterhauskirche.

 

 

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