14.09.2020 - 15:28 Uhr
AuerbachOberpfalz

Stadtrat Auerbach bezieht Position zur Bahnstromtrasse

Auf einen Aspekt kommt es den Vertretern der Stadt Auerbach besonders an.

Der Kartenausschnitt zeigt den von der Bahn geplanten Trassenverlauf in der Region.
von Autor SCKProfil

Nach einer ersten Diskussion in Sachen Bahnstromtrasse am 31. August beschäftigte sich der Auerbacher Stadtrat jetzt mit dem Thema. Einigkeit bestand darüber, dass die geplante Stromtrasse ein künftiges Wohnbaugebiet am Rosenhof nicht beeinträchtigen darf.

Für eine großflächige Umgehung des gesamten Gemeindegebiets von Auerbach mit einer Bahnstromtrasse westlich der Bahnlinie machte sich die Fraktion der CUU stark. Eine weitere Variante besagte, die Trasse im Bereich Rosenhof etwas nach Westen zu verschieben und nahe der Kreuzung B 85/B 470 auf die ursprüngliche Planung der DB Netz AG zurückzuführen. Dabei sollte die Umgehung des Wohngebietes Rosenhof und der Bereich um das Gewerbegebiet Saaß in Erdverkabelung ausgeführt werden, auch um möglichst wenig Wald roden zu müssen. Eine weitere Möglichkeit sah man im Alternativvorschlag der Stadtverwaltung unter der Voraussetzung, dass die Trasse auf Höhe der Kläranlage Michelfeld unter der Erdoberfläche verschwindet.

Schon die Versammlung Ende August hatte sich dafür ausgesprochen, diese Alternativen an die DB Netz AG weiterzuleiten. Damit sollte noch vor dem Beginn des Planfeststellungsverfahrens eine veränderte Trassenführung auf die Anliegen der Stadt abgestimmt werdeen. Vor allem wurde ein eigener Online-Termin gefordert, um allen Bürgern die Möglichkeit zu geben, ihre Vorschläge unmittelbar vorzutragen. Mit 17 gegen drei Stimmen beauftragte der Stadtrat die Verwaltung, die Varianten der Bahn vorzulegen.

Einen Antrag auf gebührenfreies Parken für E-Autos in der ersten Stunde hatte die Fraktion Freie Wähler/Aufschwung Auerbach eingebracht. Derzeit betragen die Gebühren am Unteren Markt in der Pfarrstraße, Kirchstraße und Dr.-Heinrich-Stromer-Straße 0,20 Euro für die erste halbe Stunde und 0,10 Euro für jede weiteren Viertelstunde. Für die Höchstparkdauer von zwei Stunden sind somit 0,80 Euro zu entrichten.

Die Verwaltung sah einen erhöhten Aufwand, wenn nur eine Stunde kostenfrei wäre, und plädierte dafür, den Besitzern von E-Autos die Parkgebühr für die maximal erlaubten zwei Stunden ganz zu erlassen. Der Nachweis soll über eine Parkscheibe geführt werden. Der Stadtrat folgte diesem Vorschlag mit 17:3 Stimmen und übernahm damit die Regelung der Stadt Bayreuth, wo sich Auerbach erkundigt hat.

Einstimmig fiel die Entscheidung, dem Schützenverein D’ Speckbachpelzer Michelfeld für die Umrüstung seines Schießstands auf eine vollelektronische Trefferanzeige einen Zuschuss von fünf Prozent der nachgewiesenen Kosten zu gewähren. Veranschlagt sind 37.822,27 Euro. Nach ihrer Vereinsförderrichtlinie steuert die Stadt 1.891,11 Euro dazu bei.

Bahnstrom-Debatte in der Region

Sulzbach-Rosenberg
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