17.06.2021 - 10:18 Uhr
AuerbachOberpfalz

Zwölf Jahre lang eine starke Stimme für Auerbach im Kreistag: Erich Höllerer ist tot

"Die Auerbacher kennt man im Landkreis", sagte einmal der Landtagsabgeordnete Harald Schwartz. Das führte er auf den früheren Bürgermeister Hanni Haberberger, aber auch auf Erich Höllerer zurück.

Erich Höllerer ist am Montag, 14. Juni, verstorben.
von Autor SCKProfil

„Die Auerbacher kennt man im Landkreis“, sagte einmal der Landtagsabgeordnete Harald Schwartz. Das führte er auf den früheren Bürgermeister Hanni Haberberger, aber auch auf Erich Höllerer zurück.

Der frühere Kreisrat Erich Höllerer, ein Kommunalpolitiker aus den Reihen der CSU, ist am 14. Juni im Alter von 90 Jahren verstorben. Allen voran trauern um ihn seine Ehefrau Ottilie und Sohn Erich mit Schwiegertochter und den beiden Enkeln.

Geboren am 25. März 1931, wuchs Erich Höllerer in Reichenbach auf. Sein Vater Johann Höllerer war Landtagsabgeordneter. Erich Höllerer erlernte den Beruf des Landwirts und übernahm schon in jungen Jahren den Betrieb seiner Eltern. Im Jahr 1960 absolvierte er die Meisterprüfung. Seinem politischen Interesse folgend, engagierte er sich noch im alten Landkreis Eschenbach auf kommunaler Ebene. In der Periode vor der Gebietsreform wählte ihn die Bevölkerung in den Reichenbacher Gemeinderat. Mittlerweile Bürger der Stadt Auerbach, zog er dann im Landkreis Amberg-Sulzbach in den Kreistag ein, dem er von 1984 bis 1996 angehörte. Als Vertreter der Interessen der Landwirtschaft wie auch der Stadt Auerbach machte er sich einen Namen.

Erich Höllerer übernahm die Aufgaben eines Schätzers für Schäden in Wald und Flur sowie für Wildschäden, eines Ernteberichterstatters für das Landesamt für Statistik und eines ehrenamtlichen Richters am Landwirtschaftsgericht beim Amtsgericht Amberg. In verschiedenen landwirtschaftlichen Gremien hatte er Sitz und Stimme. 2005 bekam er die Landwirtschaftsmedaille in Bronze (LMedB) verliehen.

1987 übergab Höllerer das landwirtschaftliche Gehöft an seinen Sohn Norbert, beteiligte sich aber nach wie vor an den anfallenden Arbeiten. 1996 legte er mit seinem 65. Geburtstag seine Ehrenämter nieder und fand im Golfspiel sein neues spätes Hobby. Zusammen mit der Landwirtschaft und der Kommunalpolitik blieb es bis über das 80. Lebensjahr hinaus sein Lebenselixier.

Auch als Ernteberichterstatter für das statistische Landesamt blieb er bis ins hohe Alter aktiv. Zum 90. Geburtstag übermittelte Herbert Appl Grüße der Kolpingsfamilie, der Erich Höllerer jahrzehntelang angehörte. Den runden Geburtstag musste er allerdings schon im Krankenhaus verbringen, bevor er jetzt in der Kurzzeitpflege verstarb. Zu Grabe getragen wurde er am Donnerstag.

 

 

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