München
11.02.2020 - 18:19 Uhr

Ausgerechnet jetzt geht Kardinal Marx

Sechs Jahre ist Reinhard Marx Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz. Seine Rückzug trifft fast alle unerwartet. Ein Kommentar von Alexander Pausch.

Kommentar von Alexander Pausch
Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising, bewirbt sich nicht um eine zweite Amtszeit als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz (DBK). Bild: Bernd von Jutrczenka/dpa
Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising, bewirbt sich nicht um eine zweite Amtszeit als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz (DBK).

Kardinal Reinhard Marx ist ein streitbarer Kämpfer für die katholische Kirche - und für den Dialogprozess Synodaler Weg. Seine Ankündigung nicht für eine zweite Amtszeit an der Spitze der Deutschen Bischofskonferenz zur Verfügung zu stehen, hat nicht nur Beobachter sondern auch Weggefährten überrascht. Mancher wird sich fragen, wie der Reformprozess ohne den Münchener Erzbischof gelingen soll und wie sich die Kirche in für sie stürmischen Zeiten behaupten soll.

Die Antwort gibt Marx selbst: "Ich finde, es sollte die jüngere Generation an die Reihe kommen." Der Kardinal ist nicht nur ein Kämpfer sondern auch ein kluger Stratege. Er weiß, sein künftiger Nachfolger ist in der Pflicht den Dialogprozess zu einem guten Ende zu bringen. Dabei hilft, dass diese Verpflichtung alle Bischöfe und alle Laien haben.

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Regensburg03.02.2020
 
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