24.11.2020 - 12:49 Uhr
Bad NeualbenreuthOberpfalz

In Bad Neualbenreuth wird das Sterben teurer

Mit den Friedhofs- und Bestattungsgebühren befasste sich jetzt der Gemeinderat. Er billigte einstimmig eine Anpassung. Bei einem weiteren Beschluss über die Soldatengräber gingen die Meinungen aber auseinander.

Die Friedhofs- und Bestattungsgebühren für den Friedhof in Bad Neualbenreuth (Bild) werden zum 1. Januar 2021 ansteigen. Einstimmig billigte der Marktrat die neue Gebührensatzung.
von Konrad RosnerProfil

Letztmals war im Dezember 2016 die Friedhofs- und Bestattungsgebührensatzung in der Gemeinde angepasst worden. Nun erfordern anstehende Investitionen eine Neukalkulation. Die Haupt- und Nebenwege müssen komplett ausgebaut werden. Die Maßnahme wird zusammen mit der Kirche und dem Staatlichen Bauamt bewältigt.

250.000 Euro Kosten

Die Kosten für den Ausbau belaufen sich nach vorläufigen Schätzungen auf rund 250.000 Euro. Die Marktgemeinde trägt den Löwenanteil von 150.000 Euro, verteilt auf 2021 mit 70.000 Euro und 2022 mit 80.000 Euro. Die Beiträge müssten langfristig abgeschrieben werden, informiert Bürgermeister Klaus Meyer. Deshalb sei eine neue Kalkulation nötig.

In diesem Zusammenhang wurden auch die Bestattungsgebühren für das Bestattungsinstitut Brandl aus Mitterteich angepasst. Brandl begründete seine Anpassung mit steigenden Lohnkosten und Mehrausgaben für Hygienemaßnahmen. Die neue Friedhofs- und Gebührensatzung wurde einstimmig gebilligt.

Soldatengräber: Gemeinde übernimmt Pflege

In einem Schreiben an die Marktgemeinde habe die Reservistenkameradschaft Bad Neualbenreuth mitgeteilt, dass sie die zwei Soldatengräber auf dem Neualbenreuther Friedhof nicht mehr pflegen könne.

Daraufhin habe Bürgermeister Klaus Meyer wegen der weiteren Vorgehensweise Kontakt mit der Deutschen Kriegsgräberfürsorge aufgenommen. Diese habe ihm mitgeteilt, dass dazu keine Verpflichtung bestehe. Dennoch werde die Marktgemeinde bis auf Weiteres, so der Beschluss, die Pflege übernehmen. Werner Bauer und Alexander Fellner sprachen sich gegen diesen Beschluss aus.

Hintergrund:

Die neuen Friedhofsgebühren im Überblick

  • Die Gebühren für ein Kindergrab steigen von bisher 24 Euro auf 30 Euro jährlich.
  • Ein Einzelgrab kostet künftig 40 statt 32 Euro, ein Doppelgrab 72 statt 58 Euro im Jahr.
  • Für eine Gruft werden künftig statt 112 Euro 138 Euro fällig.
  • Für ein Urnengrab werden künftig 40 Euro statt bisher 32 Euro verlangt.
  • Erhöht werden auch die Benutzungsgebühren für das Leichenhaus von bisher 125 Euro auf 150 Euro. Die Aufbewahrung einer Urne bis zur Beisetzung kostet künftig 90 Euro (bisher 75 Euro).

Die Veränderung bei der Pflege der Soldatengräber hatte die Reservisten- und Soldatenkameradschaft beschlossen

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