21.07.2021 - 10:03 Uhr
Bad NeualbenreuthOberpfalz

Bürgermeister von Bad Neualbenreuth weist Kritik zurück: "Ich bin stolz auf den Bauhof"

Alle in der Gemeinde seien gefordert, meinte Klaus Meyer jetzt in der Sitzung des Marktgemeinderats. Konkret ging es ums Aufräumen nach Unwettern: In den Dörfern werde eifrig zugelangt. Aber im Hauptort?

Nach Unwetterereignissen ist neben der Hilfe der Einsatzkräfte auch die Unterstützung der Bürger gefragt. Dies war jüngst Thema in der Sitzung des Marktrats Bad Neualbenreuth.
von Konrad RosnerProfil

Kein Blatt vor den Mund nahm Bürgermeister Klaus Meyer in seinem Bürgermeister-Bericht in der jüngsten Marktgemeinderatssitzung. Er verwies darauf, dass es auch im Gemeindebereich in den vergangenen Tagen und Wochen zu Überschwemmungen gekommen sei. Einzelne Familien und Häuser seien stark betroffen. Es habe sich aber auch gezeigt, dass die in der Vergangenheit getroffenen Maßnahmen bei den Straßensanierungen geholfen hätten.

Die Niederschlagsmengen in dieser Größenordnung und innerhalb kurzer Zeit könne kein Kanalsystem bezwingen. Meyer dankte den Feuerwehren sowie den Bürgerinnen und Bürgern für ihre tatkräftige Mithilfe, um Schäden an öffentlichen und privaten Grundstücken zu beseitigen.

"Es besteht hier ein Unterschied zwischen den Dörfern und Weilern und dem Hauptort Bad Neualbenreuth", merkte Meyer kritisch an. In den Dörfern werde vielfach selbst angepackt, werde der Schmutz von den Straßen gemeinsam gesäubert wird. Im Hauptort würden dagegen sowohl Verwaltungs- als auch Bauhofleute teils persönlich angegangen werden.

Mit Besen und Schaufel

Gemeindemitarbeiter würden ihr Bestes geben, um den Ort nach Naturereignissen zu reinigen. "Ich bin stolz auf den Bauhof", lobte Meyer die Truppe der gemeindlichen Abteilung; diese leiste hervorragende Arbeit. Auch im Hauptort, so Meyer, gebe es Besen und Schaufel oder auch Schlepper mit Frontlader oder sogar Kehrbesen. "Wir alle sind eine Gemeinschaft und deshalb sind wir auch eine Gemeinde!“ Dabei unterstrich der Rathauschef, dass es auch in Bad Neualbenreuth viele Leute gebe, die selbst mit anpackten.

Erfreuliches konnte er von den Übernachtungszahlen berichten. „Es läuft langsam wieder an.“ So habe man im Juni 5400 Übernachtungen verbuchen können. Damit habe man in diesem Jahr bisher insgesamt 9166 Übernachtungen. Zum Vergleich: 2020 hatte man bis Ende Juni 17.500 Übernachtungen.

Baukonferenz

In seinem weiteren Bericht zeigte er sich erfreut, dass es nach einer langen Pause wieder ein Seniorentreffen im Sengerhof gab. Die Resonanz sei ausgezeichnet gewesen. Meyer berichtete auch von einer „Hybridversammlung“ der Euregio Egrensis über die Förderperiode 2021 bis 2027. Der Fördersatz werde zwar um fünf Prozent gesenkt, sei aber mit 80 Prozent immer noch sehr lukrativ.

Weiter berichtete Meyer von der Bürgermeisterdienstbesprechung zusammen mit dem Landratsamt. Themenschwerpunkt war eine Art Baukonferenz mit der Baugenehmigungsbehörde, weil es immer wieder zu Schwierigkeiten bei der Baugenehmigung komme. Der Grund dafür sei, wie es hieß, dass Baupläne immer wieder unvollständig eingereicht würden.

"Sorgenkind" Schulhaus-Fassade

Meyer gab auch einen „Baustellenbericht“ ab. Beim Raiffeisenareal laufe alles nach Plan, die Dacharbeiten beginnen in Kürze. Das Badehaus Maiersreuth sei mittlerweile entkernt. Zur Sanierung des Urlspitzwegs sei leider immer noch keine Baugenehmigung eingetroffen. Erst dann könne mit der Regierung über die Ausführung verhandelt werden.

Als "größtes Sorgenkind" bezeichnete Meyer die Fassadensanierung der Schule. Die Arbeiten seien nun endlich gestartet worden. Die turbulente Zeit in der Baubranche mit Materialkosten und Lieferschwierigkeiten wirke sich hier sehr stark aus. Der Bürgermeister berichtete, dass derzeit Gespräche über das weitere Vorgehen laufen.

Die Verzögerung bei der Fassadensanierung der Schule war bereits im Juni im Marktrat ein Thema

Bad Neualbenreuth

"Es besteht hier ein Unterschied zwischen den Dörfern und Weilern und dem Hauptort Bad Neualbenreuth."

Bürgermeister Klaus Meyer über das Engagement der Bürger nach Unwetterereignissen

Bürgermeister Klaus Meyer über das Engagement der Bürger nach Unwetterereignissen

 

 

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