14.03.2020 - 10:59 Uhr
Bad NeualbenreuthOberpfalz

Coronavirus: Sibyllenbad schließt

Nach der Schließung vieler öffentlicher Einrichtungen war dieser Schritt fast zu erwarten: Auch das Sibyllenbad in Bad Neualbenreuth stellt bis auf weiteres seinen Betrieb ein.

Dieses Bild wird es mindestens die nächsten 14 Tage nicht geben: Das Sibyllenbad hat zur Eindämmung des Coronavirus seinen Betrieb eingestellt.
von Martin Maier Kontakt Profil

Die Entscheidung zur Schließung des Sibyllenbads fiel laut Werkleiter Gerhard Geiger am Freitagabend. Gegen 20 Uhr erhielt er einen Anruf von Bezirkstagspräsident Franz Löffler, der ihm mitteilte, dass das komplette Kurmittelhaus am Samstag ab 12 Uhr den Betrieb einstellen muss. Dies geschehe im Zuge der allgemeinen Vorsichtsmaßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus. „Wir haben aber bisher keinen eigenen Coronafall in unserer Belegschaft“, betonte Geiger am Samstagvormittag im Gespräch mit Oberpfalz-Medien.

Die Verwaltung des Sibyllenbads war am Samstag voll besetzt, um die Gäste über diesen Schritt zu informieren. „Wir führen das professionell durch“, sagte der Werkleiter, der auch selber vor Ort war. Schließlich müssten die Besucher, die Behandlungstermine in Medizin und Wellness haben, sowie alle Gäste, die ein Paket mit Übernachtung gebucht haben, kontaktiert und die Termine storniert werden. „Es zeigen wirklich alle Verständnis, denn das ist eine Ausnahmesituation“, so Geiger.

Auch er hält diesen Schritt für richtig: „Da gibt es keine andere Möglichkeit.“ Auch die Hallenbäder im Landkreis sowie andere große Bäder wie die Lohengrin Therme in Bayreuth und die Therme Erding hätten schon dicht gemacht. Die Sibyllenbad-Mitarbeiter würden zuerst mal zu Hause bleiben. Es gebe aber keinen Anlass zur Sorge um den Arbeitsplatz.

Wie lange die Schließung des Sibyllenbads dauert, steht noch nicht fest. „Wir reagieren jetzt zuerst mal für zwei Wochen. Bis zu diesem Zeitpunkt haben wir alle Behandlungstermine abgesagt“, erklärt Geiger. Momentan werde der Betrieb kontrolliert heruntergefahren. Dafür gebe es auch einen Notfallplan. Möglicherweise bestehe die Chance, gewisse Maßnahmen der Jahresinspektion schon vorzuziehen. Das müsse man aber noch genauer eruieren.

"Das tut natürlich weh. Aber die Gesundheit geht immer vor", konnte Bürgermeister Klaus Meyer die Schließung absolut nachvollziehen. Die Gästezahlen im Sibyllenbad und in der Gemeinde seien im Januar und Februar "super" gewesen. Nun könne man nur die weitere Entwicklung abwarten.

Wie gehen die Schulen im Landkreis Tirschenreuth mit der Schließung ihrer Einrichtungen um:

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Der momentane Stand (13. März) zu den Coronafällen im Landkreis Tirschenreuth:

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