22.07.2021 - 14:07 Uhr
Bad NeualbenreuthOberpfalz

Präsentation in Bad Neualbenreuth: Mehr regionale Wertschöpfung

Produkte aus dem Stiftland sollen künftig besser als bisher vermarktet werden. Zwei Experten stellten in Bad Neualbenreuth vor, wie das funktionieren könnte – am Beispiel von Karpfen und Käse.

Die beiden Ökomodell-Manager Jonas Bierlein und Antje Grüner von der Ikom Stiftland stellten ihre Ideen vor, wie man die Ökomodellregion mit Leben erfüllen könnte.
von Konrad RosnerProfil

Jonas Bierlein und Antje Grüner von der Ikom Stiftland stellten in der Sitzung des Marktrats einen Maßnahmenplan für eine Ökomodellregion Stiftland vor. Laut Bürgermeister Klaus Meyer hatte die Marktgemeinde das Label erhalten; diese Modellregion müsse nun belebt werden, gemeinsam mit den anderen Kommunen.

Bierlein nannte den Aufbau einer regionalen Wertschöpfungskette als Ziel. So könne er sich einen interkommunalen Markt vorstellen, wie beispielsweise eine Zoiglstube oder einen Bio-Feierabendmarkt. Ein Bio-Karpfen oder eine mobile Käserei seien gute Ideen und Vorschläge. Aktuell sei man auf der Suche nach weiteren Akteuren.

Stiftland-Marke

Antje Grüner verwies darauf, dass eine regionale Stiftland-Marke eingeführt werden soll. Waldsassens Bürgermeister Bernd Sommer und Äbtissin Laetitia arbeiteten schon stark an diesem Thema. Beim Aufbau einer mobilen Käserei sollen möglichst die landwirtschaftlichen Betriebe mit eingebunden werden sollen.

Im Verlauf der Marktratssitzung wurde eine Geschwindigkeitsreduzierung von 70 km/h auf der Straße zwischen Hardeck und Bad Neualbenreuth gefordert. Bürgermeister Klaus Meyer zitierte die Polizei, wonach dort "angepasstes Fahren", wie es hieß, angesagt sei. Man müsse nicht maximale Höchstgeschwindigkeit fahren. Dies gelte auch für Altmugl: Von dort sei ebenfalls eine Beschwerde wegen zu schnellen Fahrens eingegangen. Bürgermeister Meyer will nun eine Verkehrsschau beantragen. Zudem könne jeder selbst Kontakt mit der Polizei aufnehmen.

Interkommunales Gewerbegebiet

Der Marktrat bewilligte den Bauantrag für eine energetische Sanierung und die Erweiterung eines leerstehenden Wohnhauses in Pointmühle. Zustimmung gab es auch für eine weitere Änderung des Bebauungsplanes Baugebiet Bergäcker II. Geschlossen stimmte der Marktrat auch der Zweckvereinbarung zur Gründung und Unterhaltung eines interkommunalen Industrie- und Gewerbegebietes an der Autobahn 93 zu. Neualbenreuth ist dort mit gut 4 Prozent vertreten. Zum Vergleich: Wiesau mit 30 Prozent dabei. Der Bürgermeister wurde ermächtigt, diese Zweckvereinbarung zu unterschreiben.

Bei der Bundestagswahl am 26. September wird es in Bad Neualbenreuth nur noch einen Urnenwahlbezirk für die gesamte Marktgemeinde geben. Dazu sollen ein oder zwei Briefwahl-Stimmbezirke dazu kommen. Der Marktrat billigte dies ebenso einstimmig, wie die Entschädigung für die Wahlhelfer: 25 Euro.

Einen umfassenden Rechnungsprüfungsbericht gab Christian Hebert ab. Dabei wurden die Kassen des Gemeinde- und des Schulverbandes kontrolliert. Es gab keinerlei Beanstandungen, der Marktrat nahm den Prüfungsbericht zur Kenntnis.

In der jüngsten Sitzung des Marktrats Bad Neualbenreuth wurde angeregt, die Straße von Hardeck zum Sibyllenbad auf 70 km/h zu beschränken.
Hintergrund:

Käse von Landwirten in der Region

Die Ökomodell-Manager Jonas Bierlein und Antje Grüner schilderten am Beispiel Käse, wie regionale Wertschöpfung in der Praxis funktionieren könnte.

  • Eine Käsemeisterin, mit der die Ikom bereits in Kontakt steht, würde vor Ort auf den landwirtschaftlichen Betrieben in der Region den Käse zubereiten und zum Reifen mitnehmen.
  • Nach Ablauf der Reifezeit könnte der Käste wieder abgeholt und vor Ort verkauft werden – am Hof, in einer Gaststätte, im Bio-Laden.
  • Bundesweit gebe es aktuell neun solcher mobiler Käsereien.

 

 

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