11.10.2021 - 15:51 Uhr
BärnauOberpfalz

Bürgermeister aus Bärnau zur besten Sendezeit in der ARD

Alfred Stier hilft bei der Sendung "Verstehen Sie Spaß", den Schauspieler Fritz Karl reinzulegen. Der Bürgermeister aus Bärnau erklärt, wie er dazu gekommen ist.

Der Bärnauer Bürgermeister Alfred Stier (links) war am Samstag in der Sendung „Verstehen Sie Spaß“ zu sehen. Er war maßgeblich daran beteiligt, den Schauspieler Fritz Karl (Dritter von rechts) hinters Licht zu führen.
von Armin Eger Kontakt Profil

Die Sendung "Verstehen Sie Spaß" war noch nicht zu Ende, da ploppten viele Meldungen am Handy bei Alfred Stier auf. ",Alle Achtung, dass es ein Stiftland-Bürgermeister am Samstagabend ins Fernsehen schafft.' Solche und ähnliche Meldungen habe ich bekommen", sagt Bärnaus Bürgermeister am Montag, noch immer bewegt von der Aufzeichnung des Streichs.

Mehrfach zu sehen

Viele Fernsehzuschauer im Landkreis Tirschenreuth rieben sich verwundert die Augen, als sie Stier bei einem der Filme mit der versteckten Kamera in der ARD mehrfach zu sehen bekamen. Bei einem der gezeigten Streiche in der zur besten Fernsehzeit live aus den Bavaria-Studios in München ausgestrahlten Sendung "Verstehen Sie Spaß" hatte Bärnaus Bürgermeister die Finger im Spiel. Stier half Guido Cantz, den Film- und Fernsehschauspieler Fritz Karl in die Kamerafalle zu locken.

Monatelang war dieser Termin von den Fernsehleuten vorbereitet worden. Als Lockvögel dienten neben der Lebensgefährtin von Karl, Ella Uhlig, sowie Wiesn-Wirt Christian Schottenhamel zahlreiche Fischerfreunde des begeisterten Anglers Fritz Karl. Aber wie kam Stier dazu? "Ich kenne den Fritz Karl schon lange durch den Landesfischereiverband", bestätigt er. Ella Uhlig hatte ihn angerufen und gefragt, ob er mitmachen würde. So war Stier vor 14 Tagen nach München gefahren, als der Streich aufgezeichnet wurde. "Es war ein einmaliges Erlebnis", erinnert sich der Bärnauer Bürgermeister. Eingeweiht seien nur vier Leute gewesen. Die etwa 30 anderen Angler hätten keine Ahnung gehabt. Neun Kameras, die gut versteckt gewesen seien, hätten alles aufgenommen.

Aufgezeichnet am Isar-Ufer

Schauplatz des Streichs war das Isar-Ufer. Dorthin waren Karl und Uhlig als Ehrengäste zu einem privaten Oktoberfest mit Fischerfreunden eingeladen worden. Wiesn-Wirt Christian Schottenhamel hatte Karl erzählt, dies sei eine Art Ersatzveranstaltung für das Oktoberfest.

Am Isar-Ufer nimmt das Unheil für Karl seinen Lauf. Zuerst spritzt beim Anzapfen eines vorher gut durchgeschüttelten Fasses das Bier nach allen Seiten, dann ist eine Anglerhose, mit der Karl in den Fluss steigt, undicht, was zu einem ungeplanten kompletten Kleiderwechsel führt. Zu guter Letzt taucht ein Fischereiaufseher auf und droht Karl mit dem Entzug des Anglerscheins. Er wirft Karl Beihilfe zum Schwarzangeln vor, weil er seiner Partnerin die Angelrute gegeben hat. Der angebliche Aufseher droht Karl mit dem Entzug der Fischerei-Lizenz, einer Strafe von je 5000 Euro und legt dem Schauspieler noch versuchte Beamtenbestechung zur Last, weil Karl ihn zu einem Bier einladen wollte. Dann tauchen Polizisten auf, die mitbekommen hatten, dass sich hier einer in der Öffentlichkeit entblößt hatte.

Schauspieler kommt nach Bärnau

"Der Fritz war richtig sauer", sagt Stier. "Er war auch enttäuscht, dass ich ihn hängen lassen habe. Aber ich konnte nicht anders." Als Karl entdeckte, dass einer der Polizisten "Verstehen-Sie-Spaß"-Moderator Cantz ist, löste sich alles auf.

Auch in Bärnau wussten nur ganz wenige, dass ihr Bürgermeister am Samstag als Schauspieler auftritt. "Ich habe es mir zu Hause angesehen", sagt Stier. Er freut sich besonders auf ein Wiedersehen mit Fritz Karl, der ihn demnächst in Bärnau besuchen will.

"Der Fritz war richtig sauer. Er war auch enttäuscht, dass ich ihn hängen lassen habe. Aber ich konnte nicht anders."

Bärnaus Bürgermeister Alfred Stier

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