06.04.2020 - 16:12 Uhr
BärnauOberpfalz

Feuerwehr Bärnau liefert Mund- und Nasenmasken aus

Die Stadt Bärnau hat sich etwas einfallen lassen: Per Lieferservice erhalten die Bürger der Großgemeinde Mund- und Nasenmasken. Am Samstag startete die Verteil-Aktion durch die Feuerwehr. Produziert wurden die Masken im Landkreis.

Für einen außergewöhnlichen Lieferservice mit Schutzmasken sorgten die Mitglieder Feuerwehr Bärnau. Im Bild Thomas Schrems bei der Verteilung der Päckchen.
von Susanne Forster Kontakt Profil

Am Samstagvormittag rückte die Freiwillige Feuerwehr Bärnau an. Vier Stunden dauerte ihr Einsatz. Aber nicht etwa, um einen Brand zu löschen. Rund 15 Mitglieder waren damit beschäftigt, Mund- und Nasenmasken mit einem Hinweiszettel zur Funktion der Masken und "Tipps vom Roten Kreuz" in Kuverts zu packen und auszuliefern. Das teilt Bauhofleiter Christian Gleißner von der Stadt Bärnau auf Nachfrage mit. Am Samstag, so Gleißner, sei zunächst die Stadt Bärnau von der Bärnauer Feuerwehr versorgt worden.

Für alle Ortsteile

Als nächstes seien Hermannsreuth, Ahornberg und Wendern an der Reihe. "Bis zum Wochenende sollen alle Ortsteile mit den Masken beliefert sein." Die Ausfuhr, sagt Gleißner, übernehmen jeweils die Ortsteil-Feuerwehren. Stadt-Geschäftsführerin Marion Mark sagt, dass die Kommune vom Landkreis Tirschenreuth angefragt worden sei, ob sie das Krankenhaus mit einer Spende unterstütze, um die Patienten mit Masken ausstatten zu können. Die Aktion finanziell unterstützt hat, neben der Knopfstadt, auch Tirschenreuth, Waldsassen, Mitterteich, Wiesau und Plößberg (wir berichteten).

Über 3000 Stück

Bürgermeister Alfred Stier hatte daraufhin die Idee, auch für die Bürger der Großgemeinde Bärnau Masken produzieren zu lassen. Die Kosten, so Christian Gleißner, trage die Stadt. Genäht haben die waschbaren Mund- und Nasenmasken aus einem Textil-Material zwei Firmen aus dem Landkreis: Die Firma "Muehlmeier Bodyshaping GmbH" aus Schwarzenbach und die Firma "Franz Produktions- und Vertriebs GmbH & Co. KG" aus Tirschenreuth. Laut Marion Mark hat man die beiden Unternehmen ausgewählt, da die Firmen "sowieso mit Textilien arbeiten" - sich also bereits in der Stoffverarbeitung auskennen.

Die Produktionsmenge an Masken wurde "ungefähr zu gleichen Teilen" zwischen den beiden Unternehmen aufgeteilt, sagt Gleißner. Insgesamt seien über 3000 Exemplare genäht worden. Die Firmen, so Mark, hätten dafür ihre Produktion entsprechend angepasst.

Firmen, Städte und Märkte aus der Region unterstützen das Krankenhaus Tirschenreuth:

Tirschenreuth
Am Samstag verteilte die Feuerwehr Schutzmasken und die entsprechende Gebrauchsanweisung.

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.