19.06.2018 - 19:21 Uhr
BärnauOberpfalz

Förderung schnell beantragen

Gleich mehrere Bauvorhaben beschäftigen den Bärnauer Stadtrat in einer Sitzung. Während einige Projekt für Unmut sorgen, sind andere umso erfreulicher.

Anstelle des „Alten Schulhauses“ in Schwarzenbach soll ein zentraler Dorfplatz entstehen. Um einen Förderantrag beim ALE stellen zu können, möchte die Stadt schnellstmöglich einen Architekten finden.
von Lena Schulze Kontakt Profil

(szl) Edeka möchte gerne einen Markt in Bärnau bauen. Das Thema war bereits im März im nichtöffentlichen Teil der Stadtratssitzung diskutiert worden. Nun machte Bürgermeister Alfred Stier das Thema öffentlich. Beim Bauplatz handelt es sich um ein Teilgrundstück in der Griesbacher Straße, das die Stadt allerdings nicht als Gewerbe- oder Industriegebiet ausweisen möchte. Stattdessen wurde beschlossen, einen anderen Bereich des Grundstücks als Sondergebiet für den Bau eines Lebensmittelmarktes freizugeben. Der Stadtrat beauftragte Bürgermeister Stier damit, erste Schritte einzuleiten. Um in der Griesbacher Straße den Supermarkt bauen zu können, müssen zudem mehrere Flächen mit zwei Anliegern getauscht werden. Auch Norma hat übrigens Interesse an diesem Standort gezeigt.

Keine Firma gefunden

Kein einziger Bürger nutzte das Mitspracherecht beim Verfahren für den Entwurf des Bebauungsplans "Am Steinberg". Die Mehrheit des Gremiums stimmte dafür, durch den Verzicht auf eine Umweltprüfung das Vorhaben schneller voranzubringen.

Zäh geht es im Baugebiet "Am Rohrbrunnen" in Thanhausen voran. Keine der insgesamt 14 angeschriebenen Baufirmen hat ein Angebot für die Straßen-, Wasserleitungs-, und Kanalbauarbeiten abgegeben. Eine erneute Ausschreibung würde nach Meinung von Bürgermeister Stier keine bzw. unbefriedigende Ergebnisse bringen. Dabei ist Eile geboten: Ein Bauwerber möchte bereits im September einziehen. Der Bürgermeister schlug vor, nun eine Baufirma zu suchen, die zumindest einen Teil "Am Rohrbrunnen" erschließt.

Maßnahmen im Museum

In der Stadtratssitzung ging es auch um die Brandschutzmaßnahme im Knopfmuseum. Rechtsnachfolger der Amberger Planungsgruppe Meiller & Dittmann & Plödt, die vor 13 Jahren die Sanierung und den Umbau des ehemaligen Kommunbrauhauses zum Deutschen Knopfmuseum begleitet hat, ist der Amberger Architekt Georg Zunner. Bei einem Ortstermin Anfang Mai trafen sich Zunner und Architekt Florian Schabner, verantwortlich für den Brandschutz, um die Maßnahmen zu besprechen und eine Kostenschätzung vorzunehmen. Zunner unterbreitete den Räten neben der Brandschutzmaßnahme weitere Vorschläge für Reparaturen. Dadurch wird das geplante Bauvorhaben allerdings teurer. In einem nächsten Entwurf soll er weitere mögliche Alternativen aufzeigen. Bis dahin trägt die Stadt Bärnau Sorge, dass der aktive Brandschutz gewährleistet ist.

Einigung "Am Pfarrgarten"

Für das Gebiet "Am Pfarrgarten" im Ortsteil Hohentahn gab es eine Einigung zwischen Bauherr, Stadt und Landratsamt. Erhard Schrems, Geschäftsführer der Firma Cassandra, will seinen Betrieb erweitern und eine Betriebsleiterwohnung bauen (wir berichteten). Zunächst lehnte Landratsamt die Änderung im Flächennutzungsplan ab. Architekt Ulrich Freimüller legte nun einen geänderten Planentwurf vor. Der Entwurf sieht vor, den vorhandenen Betrieb zu erweitern. Dafür soll auch eine Umwidmung der Fläche von einem reinen Wohngebiet in ein Mischgebiet erfolgen. Als Ausgleich für die Erweiterung ist eine sechs Meter breite Grünfläche mit heimischen Laubbäumen geplant.

Im Osten, an den Erweiterungsbau angrenzend, soll eine 820 Quadratmeter große Streuobstwiese mit extensiver Wiesennutzung angelegt werden. Diese dient zusätzlich als Trennung zum angrenzenden Ortsteil Kaltenmühle. Der Stadtrat stimmte mit elf zu vier Stimmen, diese Änderungen zu übernehmen. Die Stadt Bärnau muss parallel zur Änderung des Bebauungsplans "Am Pfarrhof" in Hohenthan auch den Flächennutzungsplan anpassen.

Pläne für Dorfplatz

Vor etwa einem Jahr beschloss das Gremium den Abriss des "Alten Schulhauses" in Schwarzenbach. Dafür soll ein zentraler Dorfplatz im Rahmen der Förderoffensive Nord-Ost-Bayern gestaltet werden. Bereits im April hat das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) der Stadt Bärnau mitgeteilt, dass das Projekt grundsätzlich förderfähig ist. Stellvertretender Bürgermeister Michael Schedl und Stadtrat Stefan Schmidkonz führten zwischenzeitlich bereits ein Abstimmungsgespräch mit Frank Langguth vom ALE. Für den Förderantrag ist unbedingt eine Kostenschätzung und eine Entwurfsplanung nötig. Der Stadtrat beschloss einstimmig, so schnell wie möglich einen geeigneten Planer zu suchen und Angebote für die Erstellung der Unterlagen einzuholen.

Das Gremium befürwortete zudem je einen Bauantrag in Thanhausen, und Hohenthan sowie eine Bauvoranfrage in Iglersreuth bei Schwarzenbach.

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